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ohne Gewalt durch Eure Mauern einziehen. Alles, was darinathmet, wird dem Tode geweiht zur Sühne des MordbrandcS vonBrugg."
Der Mauerbruch war vollendet, ein Dutzend Leitern zum An-legen bereit, eine Menge Ncisbündel zum Ausfüllen des Grabensherbcigcschafft, und die Mannschaft zum Stnrmrennen auSgcwähltund geordnet. Dem Burgvogt war nichts unbekannt geblieben.
Noch lag die Nacht düster über Gcbirg und Strom. Nur einblutrother Lichtstreif brannte am wolkcnschweren Himmel über denschwarzen Höhen des LägernbergeS im Osten. Da ward Herr Trülle-rey plötzlich aus dem Schlaf geweckt, dessen er in derselben altcr-thümlichen Kapelle seit einigen Stunden genoß , wo Fräulein Ursulavor mchrcrn Tagen scheinbar ihre Ruhe im Gebet wiedcrgefnnden.Der Burgvogt hatte von der Mauer die Trompete schalle» lassen,und die Uebergabe des Schlosses angckündigt. Herr Gangols eiltedahin, wiederholte die Zusage der Gnade; ordnete das Kricgsvolk,theils zur Hut draußen, thcils zum Einzuge, und rückte, begleitetvon brennenden Fackeln, gegen die Maucrpfortc. Diese öffnetesich langsam und schwer. Der Vogt überreichte in demuthsvollcrGeberde, fußfällig und mit entblößtem Haupte die Schlüssel derBurg, indem er mit zitternder Stimme noch einmal um sein undder übrigen Schloßbewohner Leben flehte. Diese alle standeu iminner» Hofe, den viele Fackeln und Leuchten erhellten; die geringeBesatzung zeigte sich entwaffnet.
Wie Gangols durch die innere Pforte hervor gegen die Ver-sammlung schritt, sanken sie alle mit hochgefalteten Hände» aufdas Knie. Es entstand tiefe Stille, sobald die Schweizer mit ihrenbreiten Schwertern und blitzenden Hellebarden den Kreis um dieGefangenen gezogen hatten. Im Schein der wehende» Fackeln,welche den engen Hofraum mehr mit dickem Qualm, als ihremLichte füllten, wurden die von Todesfurcht bleichen und verzogenen