Druckschrift 
5 (1851)
Entstehung
Seite
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So sang Jscnhofer, Gangolf ward plötzlich still und schiennachznsinncn; dann zuckte er die Achseln, indem er lächelnd zu Isen-Hofer hinblicktc, der sich unterdessen a» einem Becher Wein gütlichthat. „Ich versieh' dich, Jsenhvfcr," sagte er, aber . . ,"

— O die ungeheure Seifenblase! O der furchtbar starke Spinn-faden! rief der Waldshuter Dichter: Sagtet Ihr nicht vorhin,Guerm Aarau Hab' es nur an Männer» im Rath gefehlt? —Die Bürger sind doch Narren, daß sie Weiber hineinwählte». Ichbitt' Euch, Ihr müsset nicht Schultheiß von Aarau werde», HerrRitter, der guten Stadt zu lieb, —

Gangolf lachte, setzte sich zum Tisch, indem er Zsenhofers Bei-spiel folgte, und den Teller vor sich mit Speisen, den Becher mitRebensaft füllte: „Weißt du, Jsenhofer, was Schultheiß Effingcrvon dir urtheilt? Du taugest zu nichts Rechtem, als Feuer anzn-blasen, wo du eigentlich lösche» solltest. Bei meinem armen Le-be», ich glaube, er hat Recht."

— Vollkommen Recht, Junker; wiewohl der alte Mann seineeigene Weisheit nicht ganz verstand! crwiedcrte der Dichter: DaSist mein wahres Handwerk! Die Menschen haben in der Weltnichts eifriger zu thun, als das göttliche Feuer mit vollen BackenauSzublasen, was ihre Kinderspiele und Kartenhäuser zu verbrennendroht. Sie wollen die heilige Himmelsflammc der Wahrheit überalllöschen. Ich blase immer an. Freilich, das versengt manchengraue» Bart, Hermelin und Stammbaum, und die Leute sind mirübel an,

„Aber es scheint mir, Ihr hetzet auch den Adel eben so gerngegen die Städte?"

— Natürlich, Man legt Holz hinzu, daß das Feuer nicht auS-gehen soll; und es ist dessen noch mehr als genug vorhanden.

„Mein Vetter Johannes, der zu Schönenwerth Propst ist, eingewaltiger Geschichtsklitterer, rechnete mir vorigen Sommer der