hier zu Lande ist der Hans wohlfeil genug, um dir dafür unent-geldlich einen Schmuck für den dürren Hals zu drehen. Kehreheim, wenn dir zu rathen ist, kehre heim zu deinen aufrührerische»Kühmelkcrn und sag' ihnen, ihr jüngster Tag komme, ehe dieKirschen reifen. Ihre höllische Brut, die alle göttliche und mensch-liche Ordnung zerreißen will, soll von der Erde vertilgt werden;und die Nester, in denen sic der Teufel ausheckte, sollen verbranntwerden, daß die Flammen Hinauffackeln bis zum letzten Stall inden Alpen."
— Herr, erwiedcrtc der Lvllhard gelassen, ich stehe in keinesMenschenkindes Dienst, und bin keines Gesandter. Darum lassetmich in Frieden ziehen. Fragt mich nicht weiter. Der Gangdes Ewigen ist nnerforschlich und ich habe seinen furchtbaren Armgesehen.
„Mit nichtcni" rief Marquard: „So wohlfeil kommst du mirnicht wieder los, dn prophetischer Nabe. Bekenne nur, die Eid-genossen haben dich in dies Land gesandt, um ihren verruchtenHaß gegen Oesterreich zu predigen und Ansruhr gegen Adel undrechtmäßige Obrigkeit zu stiften. Denn was hast du vorhin ver-lauten lassen? Sprich!"
— Äch sprach, Gott ist der Herr, und keiner ist Herr, als Er,der Lebendige, schrie der Alte entflammt: Ihr aber seid die Ge-fäße seines Zorns, die er zermalmen wird zu Scherben, weil ihrseine Stimme nicht hören, seine Zeichen nicht sehen wollet. Erist der Herr' darum solle» wir nicht Herren sein, nicht Knechte,sondern Brüder in der ewigen Kindschaft zu Gott. Er zerbrichtdie Scepter der Kronen, und wirft sie z» den Gebeinen der Tob-ten und spricht: Nur die Lebendigen solle» leben, aber Niemandkann leben, als in mir! So spricht der Herr! Wie lange willeure Vermessenheit mit ihm rechten? Ihr habet euer Gesetz gestelltüber Gottes Gesetz, eure Ordnung über die Ordnung der Natur,