wollen wir weiter reden; unterdessen vergebe ich dir und ichehre dich."
Der Graf von Oxford entfernte sich in den Rathssaal,wo der burgundische Adel, der schon wußte, was sich begeben,ihn mit Dankbezeugungen, Artigkeiten und Glückwünschenüberhäufte. Jetzt entstand eine allgemeine Bewegung undBefehle wurden nach allen Richtungen hin ertheilt. Oie Offi-ziere, welche ihre Pflichten vernachlässigt hatten, eilten, ihreFahrlässigkeit zu ve> berge» oder gut zu machen. Es war einallgemeiner Aufruhr im Lager, aber ein freudiger; denn demSoldaten ist es immer lieber, wenn man ihn in Ordnungund im Stand erhält, seinen Dienst gehörig zu »ersehen.Ilngebundenheit und Unthätigkeit mögen ihm zu Zeiten ange-nehm sein, ziehen ihn aber in die Länge nicht so sehr an,als strenge Mann.'zucht und die Aussicht auf Beschäftigung.
Der Schatzmeister war, zum Glück für ihn, ein Mannvon Verstand und Ordnungsliebe; er blieb zwei Stundenlang mit dem Herzog allein und kehrte mit verwundertenBlicken zurück. Er gestand, daß Karl selbst in seinen glück-lichsten Tagen nie genauer in das Finanzwesen eingeaangensei, wozu er noch am Morgen völlig unfähig geschienen hätte.Das Verdienst davon wurde von Jedermann dem Besuch desHerrn von Oxford zugeschrieben, dessen zu rechter Zeit ange-brachter Verweis den Herzog aus seinem düsteren Trübsinnerweckt hatte, wie ein Kanonenschuß häßliche Nebel zerstreut.
Am folgenden Tage musterte Karl seine Truppen mitgewohnter Sorgfalt, ordnete neue Aushebungen an, regeltedie Vertheilung seiner Streitkräfte und traf strege Verfü-gungen zu Ahndung der Fehler gegen die Mannszucht. Dieseschärfte er noch mehr ein durch einige wohlondiente Strafen,von welchen der größere Theil auf die italienischen Söldner
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