von reicher erber roher Arbeit hing. Es hatte, nach der Ueber-kieferung Eduard dem Bekenner gehört. Das Klopfen an derThüre wiederholte sich.
„Wir dürfen nicht länger zaudern," sagte Margarethe;„sondern wollen uns hier trennen — Ihr geht nach Dijon,ich nach Air, meinein ruhelosen Aufenthalt in der Provence.Lebt wobl — vielleicht sehen wir uns in besseren Zeiten wie-der — doch wie kann ich das hoffen's So habe ich auch amMorgen vor der Schlacht von St. Albans gesagt — bei demtrübe» Grauen des Morgens von Towton — auf dem nochblutigeren Feld von Tewkesdnry — und was ist darauf ge-folgt? Aber Hoffnung ist ein« Pflanze, die aus einer edelnBrust nicht ausgeroltet werden kann, bis die letzte Faser amHerzen reißt. '
Damit trat sie durch die Thnre der Kapelle und verlorsich in der Menge der Leute aus allen Ständen, die hierbeteten oder der Neugier nachhingen oder ihre müßigen Stun-den in den Gängen des Münsters verbrachten.
Philipson und sein Sohn, auf welche die seltsame Zu-sammenkunft, die eben Statt gefunden, einen tiefen Eindruckgemacht hatte, kehrten in ihre Herberge zurück und fandendaselbst einen Waffenherold mit Len Zeichen und Farben desHerzogs von Burgund. Er erklärte ihnen, wenn sie dieenglischen Kaufleute wären, die Maaren von Werth an denHof des Herzogs brächten, so hätte er den Austrag, sie dahinzu führen und sie unter den Schutz seiner Bedeckung und Un-verletzlichkeit zu nehmen. Mit ihm verließen sie Straßburg;aber es herrschte eine solche Ungewißheit in den Bewegungendes Herzogs und sie stießen auf so viele Hindernisse, die sieauf ihrem Wege aufhielten, das Land wurde durch das be-