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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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Gnaden verpfändet ist, sie seien zu keinen Kriegsdiensten ver-pflichtet."

Sie lügen, die feigen Sklaven," antwortete von Hagen-bach.Wenn ich sie bis daher wenig in Anspruch genommenhabe, so ist es geschehen, weil ich ihren Beistand verschmähe;und auch jetzt würde ich mich ihrer Hülfe nicht bedienen, wärees für etwas Anderes, als eine Wache zu halten, bei der sienur gerade vor sich hin sehen dürfen. Mach, daß sie gehor-chen, wenn ihnen ihr Eigenthum, ihre Personen und Fami-lien lieb sind."

Eine tiefe Stimme hinter ihnen sprach die nachdrücklichenWorte der Schrift,Ich habe gesehen einen Gottlosen,der war trotzig und breitete sich aus und grünete wie ein Lor-beerbaum. Da man vorüberging, siehe, da war er dahin; ichfragte nach ihm, da ward er nirgends gefunden."

Herr Archibald von Hagenbach drehte sich mit finsteremGesicht um und begegnete den düsteren und unheilweiffagen-den Blicken des Pfarrherrn an der St. Panlskirche, in demGewände seines Ordens.

Wir haben Geschäfte, Vater," sagte der Statthalter,und wollen Eure Predigt ein andermal anhvren."

Ich komme auf Euer Begehren, Herr Statthalter," ent-gegnete der Priester,sonst würde ich mich nicht da aufge-drängt haben, wo meine Predigt, wenn Ihr es so heißenwollt, wie ich zum voraus weiß, nichts Gutes stiften wird."

O, ich bitte Euch um Verzeihung, ehrwürdiger Vater,"sagte Hagenbach.Ja, es ist wahr, daß ich nach Euch ge-schickt habe, Euch »m Eure Fürbitte und gütige Fürsprachebei der heiligen Jungfrau und dem heiligen Paul in einigenAngelegenheiten zu bitten, welche diesen Morgen wahrschein-Anna v. Geicrstcin >i. 3