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So niederschlagend diese Betrachtungen für ein frommes Ge-müth sind, welches an allem Vortrefflichen Freude hat, es ge-schehe, von wem cs wolle: so erquickend und scelenerhebend istdagegen der Trost, welchen die große Begebenheit gewährt, derenAndenken wir am heiligen Tage der Ostern feiern.
Jesus Messias war nicht mehr! Einzeln und verborgenflössen aus den Augen seiner Freunde und Freundinnen dem Er-blaßten die Thränen unauslöschlicher Wchmuth nach. Aber schaden-froh jauchzte auch die Hölle, denn Jesus Messias war nicht mehr.Triumphirend sahen Schriftgclehrte und Pharisäer von der Hoheihres Stolzes herab, denn der große Gefürchtete hatte sein Lebenauögcblutet am Stamm des Kreuzes: sein heiliges Herz wargebrochen. Er lag in der Felsengruft begraben, ein Raub derVerwesung. Auch seine Asche gönnten sie nicht mehr den ver-lassenen Geliebten. Ein Fclsstein verrammelte das Grabgewölbe,und der Eingang ward mit Siegeln verwahrt.
Doch welch Erstaunen, welch Entsetzen! Ein Erdbeben machteJerusalems stolze Paläste zittern und sprengte die Gräber. Je-sus Messias lag nicht mehr in der Gruft der Todtcn; erwandelte öffentlich durch das Land, und erschien den Geliebtenseines Herzens. Bebend stürzten die Krieger, welche Leichnam,Grab, Fels und Siegel zu bewachen hatten, in die heilige Stadt.Priester und Hohepriester vernahmen das Wunderbare. Ihr er-schütterter Stolz sträubte sich, demselben Glauben bcizumeffen.Sic läugnetcn.
Allein umsonst läugnetcn sie. Sie traten mit den Nettestender Stadt Jerusalem zusammen, und, hielten Nath. Umsonst;welcher Rath vermag etwas gegen die Rathschlüsse Gottes? —Sie gaben den Kriegsknechtcn Geld genug, daß sie sprechensollten: Seine Jünger kamen des Nachts und stahlen ihn, dawir schliefen. Umsonst; denn die stummen Felsen redeten. Es