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annehmen könne-o Jesus, mein Erbarmcr, mein Mittler,
der Du auch für mich blutetest, der Du auch für mich littest undbetetest: wer bin ich, Du Heiliger, daß ich Deiner Liebe würdigsein könnte? Wer bin ich neben Dir, ach Du Göttlicher, daßDu mich Bruder nennest, und mich zu Deinem Vater im Him-mel hinleitcst, der auch mein Vater ist und sein will?
Wenn ich die Tiefe Deines Erbarmens erwäge; wenn ich anden Glanz Deiner Wahrheiten denke, die Du der Welt brachtest,um die Ruhe und Seligkeit der Seelen zu schaffen; wenn ichmich Deines heiligen Seins erinnere, wie Du, fast nicht irdisch,sondern ganz geistig, ganz göttlich, mit dem, was der Erdegehörte, was den Menschen thener war, nichts gemein habenwolltest, sondern Dein selbst nie gedenkend nur unser gedachtest! —o reiner Geist! o ewiger Sohn! o göttlicher Abglanz des Vaters!wie kann ich anders, als daß ich anbetcnd niedcrsinke vor Dir,die bebenden Hände emporstrccke zu Dir, o Weltvcrsöhner, undmeine Thräncn mit dem Staub der Erde vermische, und seufze:Solches Erbarmens war ich nicht würdig, solcher Liebe bin ichnicht Werth, als bis meine Seele der Deinigen gleicht in Ge-rechtigkeit, Wahrheit, Menschen - und GotteSliebe, Uneigennützig-keit, Sanftmuth und wohlthätiger Huld.
-Doch welch Entsetzen dringt durch meine Seele! In
welcher Welt lebe ich? Welche Menschen wandeln um mich her?Wie, cs kann noch heute Verächter Jesu des Gött-lichen geben?
Verächter des Allerheiligstcn? Wie, sic athmen die Lüfte,die er geathmet; sie wandeln auf der Erde, die sein Fuß gehei-ligt hat? — Verächter Jesu, ihres gekreuzigten Lehrers undFreundes, in dessen Namen sie getauft wurden, in dessen Namenund durch dessen heiliges Wort ihnen Vergebung der Sünde,Gnade vor dem Richter wird?
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