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dient mehr von allen Sterblichen gefeiert zu werden, als derVollendungstag des erhabenen Erbarmers einer ganzen Welt?Welches Denkmal ruft größere Erinnerungen in unsere Seele,als das aufgepflanzte Kreuz, das stille Sinnzeichen eines Wclt-erlöscrtodes?

Zhr gefühlvollen Seelen, die ihr bei den Thaten aller Edelnder Vorwclt von edler Begeisterung glühet, vereiniget euch mitmir, dem Größten, dem Göttlichen die Opfer der Ehrfurcht,Bewunderung und Liebe darzubringcn! Denn Keiner hat ihmgeglichen; Keiner wird ihm jemals gleichen unter allen Millio-nen der Erschaffenen, die auf Erden lebten oder leben werden,bis ste wieder untergcht.

Wer find die großen Männer, deren Andenken, o Sterbliche,euch so werth geblieben ist? Was haben sie Erhabenes geleistet,daß ihr so chrfurchtvoll ihren Namen rühmet, während ihr oftgleichgültiger oder wohl gar schüchterner, den Namen Jesu, desWelterbarmers, aussprechet? Warum begehet ihr die Gedächt-nißtage ihrer Thaten mit größerm Pomp und feierlichem» Gc-müth, als den Gedächtnißtag des Opfertodes Jesu, dessen Herzliebend für euch brach?

Ihr bewundert den Weisen des Alterthums, aus dessen Schuledie größten Feldherren, Staatsmänner und die cinsichtvollstcnLehrer der Volker hcrvorgingen; der der Abgötterei seiner Zeitder Krieg ankündigte; der die durch falsche Träumereien undSpitzfindigkeiten verwirrte Vernunft wieder in ihre Rechte ein-setzte; dessen goldene Sprüche die Lebensregel» aller Edeln wur»den; der muthig den Giftbecher austrank, mit welchem ihn seineblinden Zeitgenossen zu strafen gedachten, weil er ihre Götzenverachtete, und den allein wahren, unfichtbarcn Gott ehrte, dener in seiner Brust ahnete, und für welchen er ein frommes Lebenlebte. Er starb, aber er starb für sich und seine Grundsätze; er