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Dich, o Du Schuldloser, im Kampfe mit Deinem Schicksale,dem Du nicht weichen willst. Ich sehe Dich, wie Du Mickevoll Mitleids auf Deine Mutter, auf Deine Freunde und Freun-dinnen senkest, die nicht ahnen, welche grauenvolle Zukunft Dei-ner harrt. Ich sehe Dich im Kreise Deiner frommen Lieben,unerschüttert im großen Entschlüsse, für die Sache aller Jahr-hunderte, für das ewige Heil der Menschheit in den Tod zu gehen.
Schrcckcnvoll waren die Stunden in Gethsemane, aber rührendjene heiligen Augenblicke, da der Messias zum lctztenmale alleseine Jünger um sich versammelt hatte, und mit ihnen nach ge-wohnter Weise zu Tische saß. Dies letzte Abendmahl ward das feier-lichste ihres ganzen Lebens! Er, unter den Vorempfindungen seinesbevorstehenden Todes, machte es ihnen zum bleibenden Gedächt-nißmahl seiner Liebe, seiner Aufopferung für die sündige Welt.
Darum, in derselben Nacht, da er verrathen ward, nahmer das Brod, dankete und brach cS, und gab cs seinen Jüngernund sprach: Nehmet, esset, daß ist mein Leib, der für euch ge-brochen wird. Solches thut zu meinem Gedächtniß. — So nahmer auch nach dem Abendmahl den Kelch, und dankete, gab ihnendenselben und sprach: Trinket alle daraus. Dieser Kelch ist dasneue Testament in meinem Blute, das vergossen wird für Viele.Solches thut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtniß!
Diese feierliche Handlung ward von den Jüngern zwar nichtohne Andacht und Liebe begangen; aber ihren tiefen Sinn be-griffen sie erst ganz, als Jesus den hohen Opfertod am Kreuzegestorben war für die Sünden der Welt. Nu» erst verstandensie, daß er seinen Tod mit jenem Opfer verglichen hatte, durchwelches der zwischen Gott und dem Volke geschlossene Bund ge-weiht worden war. Nun erst ward ihnen deutlich, wie jeneralte Bund (Testament), durch einen neuern Bund (neues Testa-ment), durch einen heiligern ersetzt worden sei. Der Messias
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