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erbarmt, so will ich mich der Meinigen und aller meiner Nächstenerbarmen. O ihr Bekenner Jesu, Christen! Christinnen! höretunsers Jesu Nus: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barm-herzig ist. Darum richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet.Verdammet nicht, so werdet ihr auch nicht verdammet. Vergebet,so wird euch vergeben. (Luk. 6, 36. 37.)

Ja, Erbarmer der Welt, Vergebung! Vergebung!-So

stammeln Millionen Menschen, die vor Dir im Staube liegen,zitternd vor Deiner Heiligkeit, und im vernichtenden Gefühl ihrerUnheiligkcit. Vergebung! Vergebung! So erschallt es austausend bangen Herzen hervor zu Dir, Erbarmer der Welt; dennunsere Fehler und Mifsethaten sind groß, aber Deine Güte istnoch größer, als unsere Gebrechlichkeit. Vergebung! Vergebung!So ertönt es von tausend Dir geweihten Altären, und der Gnadeflehende Blick wendet sich zum Bildniß Jesu am Kreuze, der nochim Tode rief: Vater, behalte ihre Sünden nicht, fie wissen nicht,was sie thun! Vergebung! Vergebung! So stöhnt der Seufzervon tausend Sterbebetten, den ein brechendes Herz, eine erstar-rende Lippe zum Himmel cmporseufzet.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir ver-geben unfern Schuldnern!

Ja, Du vergibst, Erbarmer der Welt; Du heilest, die ge-brochenen Herzens sind, und verbindest ihre Schmerzen. (Ps. 147,3.)Auch mir behältst Du meine Sünden nicht, und überschüttest wichalle Tage mit neuer Gnade. Du kennest meine Gebrechen Dukennest meine Schwachheit, aber Du bist auch Zeuge, wie ernst-lich meine Seele ringt, besser und heiliger vor Dir zu crsckeinen.

Du bist mein Erbarmer, Vater, auch mein Erbaruer! Niesoll mich Schwermut- wieder zu Boden drücken. Ich habe Zu-versicht zu Deinem Worte; ich kann an Mcnschcntreuc, an mensch-liche Gnade den Glauben verlieren, aber an Deine Treue will