sich selber. Er schlägt sich diese Wunden, wen» er sich allzuinnigan das hängt, was irdisch und vergänglich ist; er schlägt sie sich,wenn er nur ganz sein Gluck auf den Traum des Erdenlebcnsgründet, und vergißt, daß cs ein Traum sei; er schlägt sie sich,wenn er nicht das unbeschränkteste Vertrauen zu Dir empfindet;wenn er Dich nicht mit reiner Liebe liebt, die Alles, auch dasTheucrste, Dir hinzuopfcrn fähig ist.
Und' dann, wenn nun seine Wunden bluten und schmerzen,ach, dann klagt er, statt sich selbst, die Vorsehung an; klagt,statt seiner Thorheit, o Gott, Deine Weisheit an! — nimmtdas für Deinen Zorn an, was, nach dem Plan Deiner Weltord-nung, das höchste Glück für ihn und Andere wird.
Nein, nein, ich war noch nicht ganz, was mein Jesus will,das ich sein soll; ich habe noch nicht in dem Sinne die Welt vcr-läugnct, wie er will, daß ich sic verläugneu soll; nämlich, daßich zwar mit frohem Herzen alle Lebensfreuden genieße, dieGott mir täglich gewährt; daß ich mich zwar von Herzen freuemit den Fröhlichen, aber darum doch nicht mein ganzes Herznur än diese Freuden hänge, als wären sie unvergänglich; nur fürdiese Welt lebe, als wäre keine andere Welt für mich vorhanden.Hienieden wechseln Schatten mit dem Licht, Dornen mit Rosen,trübe Tage mit den freundlichen, daß ich eingedenk bleibe derRichtigkeit des Irdischen, und meine Seele für das Ewige weihe.
Ja, Ewigkeit, dir weihe ich mich, und der Ewigkeit Ävrhofund Anfang ist schon dieses vorübergehende Erdenlebeu. ES gehtnichts unter in der Ewigkeit, älso gehtauch nichts unter von dentheuern Seelen, die mir schon in diesem Leben gehörten. Esgeht nichts unter in der Ewigkeit, also auch nicht Deine Gnade,Allgnädiger, in dieser Welt und in der künftigen!
Und eben die ewige, unwandelbare, höchste Liebe, die mireinst die Pforten dieses Lebens auf Erden anfschloß, wird mir