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Die Vergegenwärtigung frommer Gefüllteund Gedanken.
Psalm 43, 3. 4.
Laß mich im HciligthnmoDich, Allgegenwärtiger,
Stets suchen und finvcn! — —lind er ist nun entfloh'»,
Dieser Gedanke der Ewigkeit.
Laß mich, ihn tief anbctcnd,
Von den Chören der SeraphimIhn mit lauten Thräncn der FreudeHerunterrufcn!
Damit ich Dich zu schauenMich bereite, mich weihe,
Dich zu schauenIn dem Allerheiligstcn!
oft ist mir begegnet, daß Tage und Wochen kamen, tndenen ich mehr zur Frömmigkeit gestimmt war und zu heiligenGesinnungen, als in andern Zeiten. Dann kamen wieder Stun-den, ja Monate, wo ich weniger an Gott dachte, weniger angöttliche Dinge; weniger betete, noch beten mochte. Zch habeden größten Thcil meines Lebens in diesem schwankenden Zu-stande meines Gcmüthcs zugcbracht. Ich bin mir in meinenGesinnungen nie gleich geblieben; mein inneres Leben war be-ständig zwischen guten Entschlüssen und Schmerzen der Neue gc-theilt; zwischen Andacht und Zerstreuung; zwischen Frömmigkeitund Leichtsinn.
Dies war freilich gegen meine eigenen Wünsche; dennochkonnte ich cs nicht ändern. Ich machte mir selbst oft bittereBorwürfe in den Stunden der einsamen Nebcrlegung, und schaltVI. ' lt