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Ist aber deine Berufswahl schon gethan, oder mußt du eineWahl wider deine Neigung treffen, weil dich unüberwindlicheUmstände dazu zwingen: so höre auf, gegen den Stand unzu-frieden zu sein, in den du getreten bist. Nun ist dein GangGottes Wille! Gehe ihn mit Zuversicht, eS ist der Gang zudeinem Glücke. Du siehst es vielleicht nicht ein; du wirst csaber einst erkennen und rühmen. An dir nur liegt eS, in diesemStande der Achtungswürdigste, Nützlichste und Wohlhabendste zuwerden. Du wirst es werden, wenn du dreier Lehren stetsdabei eingedenk bist: Mit uncrmüdetem Flcißc der Vollkommenstein deinem Fache zu sein; durch Dicnstgcfälligkeit und Herzens-gute dir Jedermann in deinem Beruf zu verpflichten; und niedich von Gott und seinem Willen zu trennen, denn von ihmkommt allein Glück und Segen auf deinen Beruf.

Ja, auch in deiner dir unangenehmen, aber unabänderlichenLage hast du von deinem Verhängnisse die Vollmacht empfangen,glücklich zu sein, wenn du cs sein willst; wenn du Kraft undVerständigkeit genug hast, nicht unaufhörlich gegen dasjenigeanzustrcbcn, was du doch nicht abändern kannst; wenn du Muthgenug hast, deinen Eigensinn zu brechen, und den Winken derGottheit zu folgen, die dich wahrlich absichtlich in diesen deinengegenwärtigen Stand einsetzte.

Ehrgeiz und kindischer, gegen das Unmögliche kämpfenderEigensinn ist es, was dich mit deinem Zustand unzufrieden macht.Fürwahr, cs ist nicht dein Zustand, dein Beruf, der dich unglück-lich macht. Siehe umher, wie viele Tausende lebe» froh in dem-selben, und haben doch alle noch nicht die mannigfachen Vor-theile, welche dir dabei verliehen sind. Aber dein Eigensinn,dein Mißmuth macht dich nur noch viel unempfindlicher gegendas Gute, was deine jetzigen Verhältnisse geben können; so vcr-