Druckschrift 
6 (1853)
Seite
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Zc weiter er sich in dieser falschen Laufbahn von dem wahrenZiel des Geistes, von Allem, was göttlich ist, entfernt und ver-liert, das heißt, je mehr er die Stillung seiner Wünsche durchUnrecht befriedigen muß, je größer wird seine Angst. Friedenfindet er nicht.

Darum sagt Jesus, der Kenner des Lebens, der himmlischeUeberbringer des wahren Glückes: In der Welt habt ihr Angst.

Aber, spricht er auch, seid getrost, ich habe die Weltüberwunden. Er hat fie überwunden, indem er das Trostlosein allem Irdischen und Sündlichcn mit dem Licht der ewigenWahrheit beleuchtete und den Sterblichen zeigte, daß darin keinHeil für fie wohne. Er hat die Welt überwunden, nicht für sichselbst, sondern für uns Alle, für das ganze Geschlecht den Sün-den dahingegcbenen Geister. Er hat die Welt überwunden durchErhebung unsers Geistes über das Spiel und Hinfällige allesIrdischen.

Wie in jedem einzelnen Menschen der vernünftige Geist hoch-erhaben schweben soll über die thicrischen Bedürfnisse des Leibes,herrschen soll über die der Vernunft und dem Gewissen wider-stehenden Begierden und Leidenschaften: so ist die wahrhafte Stel-lung des großen Geisterreichs in der Mitte zwischen der irdischenWelt und Gott. Tausend Abstufungen find in diesem UngeheuernZwischenraum vom Staube bis zur Gottheit. Auf diesen Ab-stufungen, höher oder tiefer, befinden sich die Geister. Je sinn-licher, an den Freuden der Welt haftender, um Sünden feineLust erkaufender der Mensch ist, je tiefer steht er, je entferntervon Gott. Er versinkt in die Thierheit. Je mehr der menschlicheGeist seiner selbst mächtig ist; je größer seine Kraft ist, das Ver-botene zu meiden, thierische Gelüste, die das Bewußtsein be-flecken, zu unterdrücken; je edler er sich selbst Alles zu versagenweiß, um Andere zu beglücken; um so reiner, verklärter ist er;