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zeit zum Glauben an Jcsum, zur Gottcsverehrung, zur Liebedes Herrn, zu frommem Wandel ermahnt werden, aber keinedeutlichen Begriffe von ihren höher» Pflichten, von den mannig-faltigen Hindernissen erhalten, die sich oft der Ausübung tugend-hafter Gesinnungen entgegensetzten.
Wohlanständigkcit und Anmuth des äußerlichen Betragens,insofern wir uns dadurch Achtung, Vertrauen und Freundschafterwerben können, ist ebenfalls ein Gegenstand, welcher die Auf-merksamkeit des Christen zu beschäftigen würdig ist. Oder waswäre denn auf Erden, was nicht Bezug hätte auf Herz undGlauben? was nicht von der Religion berührt, geadelt, verklärtwerden müßte? — Worin äußert sich unser gottgefälliger Sinn,unser lebendiger Glauben anders, als in Werken? Worin offen-baren sich unsere Werke? In unser» Sitten, im täglichenBetragen.
3» den Sitten, im Anständigen und Unanständigen, offenbartsich das edle und unedle Gcmüth. In der Holdseligkeit undMild spricht die Liebe; im Erröthcn und Verhüten des Unreinendie Slamhaftigkcit; in groben Aeußcrungcn die Lieblosigkeit undNohhei; jm Trotz der Eigensinn; im Fluchen und Schwörender Zor>; in Zweideutigkeiten die Geilheit; im Hohn der Ge-berdcn de Stolz.
Darum ermahnt das Wort Gottes immerdar zu einem ge-fälligen, brürrlichcn Betragen der Christen gegen Christen. Undgibt cs in de,, mic wir unsere Handlungen cinrichten sollen,auch keine einzeln, ins Kleinliche gehende Anweisungen: so legtes uns doch die allgemeine Vorschrift ans Herz, in Gedanken,Worten und Werke fauch Geberden, auch äußerliches Betragen,ist That und Werks voller Liebe und Bescheidenheit zu sein.Liebe und Dcmuth sin. die reinsten Quellen des Wohlanständigenin der menschlichen Geschäft. - „Nichts thut durch Zank oder