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Wcm im Busen tief und hellWahre GotteSliebc lodert,
O der fehlet nicht so schnell.
WaS er meidet, was er fordere,
Und sei» Reden und sein SchweigenWird von Gottes Liebe zcvgen.
-dieser war auch mit ihm!" rief die Magd, welche de» JüngerJcm im Hause des Hohenpriesters am Feuer sitze» sah, währendChristus duldend das Todesurthcil erwarten musite. und ein gleichtrauriges Schicksal alle seine Anhänger bedrohte. „Dieser warauch mit ihm!" rief die Magd. Petrus aber, voller Furcht undSchlecken, verlaugnetc ihn und sprach: „Weib, ich kenneihn nicht!" (Luk. 22, Ü7J
That Petrus recht daran, als er in augenscheinlicher Gefahrwar, sich von seinem Meister loszusagen und zu sprechen: Ichkenne ihn nicht!? — Vielleicht wird Jeder, der es liefet oderhöret, ausrufcn: Das sei ferne! ich an seiner Stelle würde meinenHeiland nie verläugnet haben! — Aber Viele werden in ihremHerzen denken: Konnte er denn anders? War er nicht gewiß,daß, wenn er die Wahrheit spräche, er ebenfalls dem grausamstenSchicksale preisgegcbcn worden wäre? Sah er nicht das Ver-dau,mungsurthcil Jesu schon auf aller Zeugen und Richter Lip-pen, und die Mordlust ans den Augen des jüdischen Volkes funkeln?Konnte er Jcsum retten, wenn er, statt ihn zu verläugnen, sichzu ihm bekannt hätte? War es nicht billig, daß er wenigstensnoch auf die Rettung seines eigenen Lebens bedacht war? Konntehier die Nothlüge nicht zu einer heiligen Pflicht werden? Gebothier nicht die Klugheit, für einen Augenblick von der Wahrheitabzngehcn?
So wird Mancher, der sich in die bedenkliche Lage des Jüngersversetzt, ycimlich bei sich denken, wenn er gleich es öffentlich zu