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Erinnerung an die ersten Gelübde.
Offenb. Joh, 2, L,
Herr, Dir gelobe ich aufs neueMich ganz zn Deinem Eigenthum;
Mein Denken und mein Trachten weiheIch Dir, 0 Gott, zmn Heiligthum!
Bon Dir, von Deinem Geist allein,
Will ich hinfort geleitet sein.
O Vater, nimm von Deinem KindeDas herzliche Versprechen hin:
Versucht sich je an mir die Sünde,
So will ich ihre Netze flich'n.
Weich', Lust zmn Bösen, Sunde, weich',
Gott hört eö: ich entsage euch!
Za, ja, Gott höret mein Versprechen,
Tief blickt er in mein Herz hinein;
Sollt' ich je mein Gelübde brechen,
So würd' er einst mein Richter sein.
Hilf, Gott, daß nie mein Herz vergißt,
Wie strafbar jeder Rückfall ist.
^s wird Keiner sein, der sich nicht selbst gestehe» müßte: Esgab eine Zeit, da war ich frömmer als jetzt! Es gabeine Zeit, da war mein Herz unverdorbener und für das Guteweit reizbarer, als jetzt; mein Gebet floß inbrünstiger ans einemtiefbewegten Gcmiithe hervor; meine ganze Seele war gleichsaminniger mit Gott verwandt, und selbst das Irdische schien mirheiliger nnd verklärter durch die Religion zu werden, als csgegenwärtig ist. Ja, auch wenn ich fehlte, war meine Renelebhafter, mein Schmerz tiefer und aufrichtiger; ich erhob michschneller nach jedem Fall, und meine Heimkehr zum Vaterherze»Gottes war freudiger, rührender, als heute.