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6 (1853)
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und Sitten diejenige» zurückstößt, welche ihn am ersten in seinenWünschen unterstützen könnten. Er nennt zwar im Gefühl seinesbessern imicrn Werthes diese Außcndingc Kleinigkeiten; aber sichören dadurch auf, Kleinigkeiten zu sein, daß sic verhindern,diesen inner» Werth gültig zu machen, und dem Vatcrlandc nütz-lich zu werden.

Allerdings ist cs eine schöne Eigenschaft des Mannes, in derGesellschaft durch Munterkeit, Witz und geistvolle Gedanken dielrohc Unterhaltung zu beleben. Freude verbreite» ist Pflicht.Das gesellige Leben ist der Tummelplatz der Geister, wo sic inden Spielen ihrer Gedanken und im Austausch ihrer Vorstellun-gen sich wcchselswcisc zur cdeln Nacheiferung wecken und erheben.Wer möchte die schuldlosen Scherze der Fröhlichkeit aus unsererMitte verbannen, und de» nicht dankbar lieben, der sic unsschafft? Aber diese Freuden der Gesellschaft sind nicht dergroße Hauptzweck des Lebens, sondern nur Erquickungen sollensic für die unter ernster» Anstrengungen ermüdete Kraft sein.Wer aber sic selbst zur wichtigsten Angelegenheit macht, nur ar-beitet und sorgt, um sie zu genießen, oder in ihnen zu glänzen;wem der Ruhm, ein guter Gesellschafter, ein witziger Kopf, einPossenreißer z» sein, mehr gilt, als der Ruhm eines redlichenthätigeu, cinsichtvollcn Mannes: der ist von der Gefallsucht aufIrrwege geleitet, die am Ende zur allgemeinen Verachtung füh-re». Wer nur bclrsttgen kann, hat geringen Werth, weil dasJedermann in seiner tirt, ohne besondere Mühe, kan». Ein sol-cher glänzt nur kurze ^eit, denn seine Einfälle werden sich er-schöpfen, seine Launen wcrsscln; das Einerlei kann ermüden. Undwäre dies Alles nicht, so m,g endlich die Unterhaltungsgabc unsflüchtig vergnügen, aber nnjue Hochachtung, unsere Ehrfurchterregt sie nie, und nur diese ist rs, welche die Würde des Man-nes fordert. Die weibische Gefallsucht ist entweder die Frucht