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auch im menschlichen Geschlecht das Weib dem Manne zugejcllt.Das Weib, weder an körperlichen, noch an geistigen Eigenschaf-ten geringer als der Mann, ihm in Rücksicht menschlicher Würdeund irdischer wie himmlischer Bestimmung gleich, sollte seineGehilfin auf Erden sein. Und cs ward seine Gehilfin, nicht nurin Absicht auf Erwerbung oder Erhaltung irdischen Guts, oderin Führung des Hauswesens, in mütterlicher Pflege und Erzie-hung der Kinder, sondern auch in Absicht auf Veredlung desHerzens und Geistes. Immer ist cs unter den rohen und bar-barischen Nationen das Weib, welches durch die Stimme derLiebe, durch die sanfte Gewalt der Schönheit die rohen Sittenmildert, empfänglich für zarte Empfindungen und edlere Freudenmacht. Und diesen göttlichen Beruf, den die Natur tief in desWeibes Wesen legte, behauptet cs auch fortdauernd unter den-jenigen Völkern, welche schon höhere Stufen der Bildung erstie-gen haben.
Der Sinn für das Schöne und das Wohlgefallen an dem-selben ist immer das erste, was bei wilden Volksstämmcn er-wacht, sobald sie sich aus ihrer rohesten Thierheit zu erheben an-fangcn, in der sie auf nichts als Nahrung und Schutz ihresLeibes bedacht sind. Das Gefühl der Schönheit im Irdischenerhebt sie bald auch zur Empfindung und Liebe des Geistigschöncn.Bald gewährt ihnen der Anblick des blutigen Schädels von einemErschlagenen weniger Lust, als die Dankbarkeit dessen, den siedurch Großmut!) besiegten; und die kalte Pracht eines Triumph-zuges durch verwüstete Gegenden entzückt sie weniger, als derBeifall, welchen das Auge eines geliebten Weibes ihnen zum Loh«menschlicher« Verfahrens lächelt.
Stärke und Kühnheit ward dem Mann gegeben; Milde undSchönheit sind die Gewalt des Weibes, mit der cs den Trotzdes Mannes entwaffnet und das Gleichgewicht unter den Menschen