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Zrrthirm seines Verfassers cinschmcichclt, oder die Grundsätze derRechtlichkeit, Sittsamkcit, Keuschheit und eines religiösen Glau-bens untergräbt. Zwar Erzieher und Acltcru vermögen viel,wenn sic Herz und Verstand der Ihrigen zweckmäßig ausbildcn,und die Tugend derselben durch Religiosität schirmen, also, daßnatürlicher Abscheu gegen alles Unedle und Gemeine entsteht;oder wenn sic ihnen für die Bedürfnisse ihres Alters und ihrerVerhältnisse die vortrefflichsten Schriften zuerst zu lesen geben,damit sic nachher desto lebhafter» Ekel gegen das Schlechtereempfinden, sobald sic cs erblicken. Doch dies alles sind schwacheHilfsmittel, wenn nicht in demjenigen, welcher den Gefahrender Lescsucht entzogen werden soll, ein heiliger, fester Willesteht, ihnen wirklich zu entrinnen. Wer ist fähig, den zu hüten,der freiwillig verloren sein will?
Bist du von den Gefahren der Lescsucht, oder wenigstens vonihrem Nachthcil für Geist und Herz überzeugt, so ermanne dichzu dem unverbrüchlichen Entschlüsse, dich fortan des Vicl-lescns zu enthalten. — Darum waren unsere Alte» kräftiger;sic lasen weniger, handelten mehr; dachten lieber selbst, alsdaß sic sich von andern, oft sehr seichten Köpfen vordcnkcn ließe».
Lies nicht viel, aber auch nicht vielerlei durcheinander.Allzugroßc Mannigfaltigkeit, statt zu erquicken, verwirrt denBlick des Geistes. Der Eindruck des einen Gegenstandes löschtden Eindruck des vorhcrgcgangcncn aus. Wähle dir das, wasdeinen Verhältnissen am nützlichsten sein kann, oder deiner Be-stimmung im bürgerlichen Leben wohlthätig werden kann. Hier-auf wende deine ganze Aufmerksamkeit, ohne dich mit andernLesereicn über fremdartige Dinge zu zerstreuen. Suche einenFreund, einen Nathgebcr, welcher die hinlängliche Kcnntniß bessererSchriften über den erwählten Gegenstand besitzt, und diesen bitteum Leitung.