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2 (1853)
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Smtigtcit in ber 9teligion ift nicht etwa fJiachläfftgfeit in ber^Beobachtung äußerer ©otteSbcrehrung. 0 nein! ©eljt bot^,wenn bie ©loden herab »on ben Stempeln ber ©täbte unb Sörfcrertönen, wie bie dwiftlicbcn ©emeinben jufammenjtchcn; wie ftem in bie Kirchen brängen, mit wie bietem Slnftanb fic im©otteSbaufe beten! Unb bosh, wenn t(;r biefe frommen Steter,bfefe eifrigen Scfud;er beS ©otteSbicnjtcS bann in ihren SBohn*Raufern, in ihren gamilien, in ihrem ©efehäft, in ihren 33er*gniigungSartcn fehet: wie öiel Sauigfcit im Scbcn met; 3cfu©tun! Sßie bicl ItnwürbigcS! 333ic fo ganj ocrfchieben flehtber SKcnfch ba in feiner SSofmung, ober unter ©cincSgletdwn,wort beut SOJenftf'cn, ber im Semmel betete!

2lttd; nicht Heuchelei ift bie Sautgtcit. Senn ihrer Sßiele habenein reblid;cS ©ciniith, unb ftnb bennod; im Shtiftcnthum ohneSBärnte, ohne Gctfer. ©ic geben Jllmofcn reiflich unb aus Wirt*liebem IKitleib; fic bienen ihren 9iäd;flen, wo man fte auffor*bert; fte erfüllen regelmäßig ihre bürgerlichen Pflichten; mautarnt ihnen nichts S3öfeS naebfagett; aber eifrig im ©(wißen*thum, bolt lebcnbtgcn ©trebeitS nad; ber Scffcrung i^rcö ^ergenöftnb fte nicht. ©ic thun ©uteS, aber nur mit Scgucmltchfcit;ülufobferungen eigenen ©cmtfTcS unb 33ortbcilS wäre ihnen für einechrifiltche $(;at bod; ju biel. ©te thun ©tttcS, wenn fich allen*falls eine ©clcgcnhcit barbietet; aber bie ©elcgcnheit auffitchcn,wo fte Sßcrfc ber Siebe, ber 33erföhnung, bcs SKitlcibcnS, beS©cnteütwohfS fttftcn fönnten baS mögen fte nicht.

2BaS ift bcitn nun Sauigfctt im ©hniftenthum?©te ift eine wirtliche Trägheit ber ©cele, fid; beftimmt in allen©efimutugen unb foanblttngen als Sefu greunb, als 3efu Stad;*ahntcr, als ©hrift, als Koffer ber ©wigfeit unb ber großen Soll*cnbititg barjuftclfcn. Saitigfeit ift eine Trägheit ber ©cele, g a tt jals baS su erfcheinctt, was fte bod; fein will, ©ic ftnbtt bas