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bei gtofien Verbrechen. — Sei tiefen fchaubern wir ooüer©ntfefjen. SSSir füllen nur ben reinen Slbfcheu gegen bic »trübteSOiiffct^at, mtb nichtb weiter. 2Bir »crgtekbcn unb nicht mit betn©iinbet, itnt uns über ilm ju erbeben, unb unb fagen ju fön*nen: bu bift beffcr alb er! — fitein, bie ©cfchichte eineb SWorbeb,eineb Staubeb, einer Verrätherei am ©taat, am SKitmenfcben u. f. f.erfüllt unfer ©einüth mit ©raufen. VSir bettagen ben Unglücf*tkben, melchcn Temperament, ©rjicbungbfehler, falfdjc Segriffeober anbere Umftänce jit fotcfjer ©räuelthat locftcn. SBtr freuenunb nkbt, baf mir nicht fo f^tec^t mürben, alb ber tobebmürbigeVerbrecher, fonbcrn feufjen fchaubernb: 35afj ich nie in eine fotcheSage fomrnen möchte, mic er, ober bann ftärfer fei, alb er, umben Stets jum Verbrechen in mir, eb fofie mab eb molle, juiiberminben! — Sßer bat folclje ©cfüble ntcbt in feiner Stuftgenährt, menn er irgenb einmal einen Verbrecher jum Sticptplaf?führen, ober lebcnblänglicb in Werfern fcbmacbten fab! ffierbacbte ftcb nicht mit ©ntfcisen bk üDtöglichfcit„35Bet mcif), unterähnlichen Umftänben hätteft bu fehlen fönnett, mie er!"
©ich aber ift bk richtige ©mpfmbnug, meldic ber mabre ©hrtfi'ber ächte Steife hoben foll. geh fage, bk richtige ©mpfinbung,meit ftc bie natürlichfie ift, mic fie aub bern unbefangenen£crjen heroorgeht. £>ier ift feine Äünftclei, fein ©elbftfchmeicheln,fein geifilicher ©tolj, ber fich gegen Slr.bere überhebt.
SBarunt beherrfcht unb nun nicht bab gleiche ©efübl bei gemeinenVergehungen ? SBarum bebauern mir nicht auch ba ben gehlbaren,Der fo unglücflich mar, su fallen? VSarum fehen mir, fiattootlStitleibeu auf ben ©chulbigen, nur mit 3Bohtgefatlcn auf unbfelbfl jurücf, bah mit oon biefcnt gehltritt rein geblieben ftnb?bafi man unb nicht folchen Vormurf machen fönnc? SSaruntfreut eb unb, in ©efcltfchaftcn bab Vergehen, bie Verirrung,ben galt eineb Sefanntcn ober einer Vefanntin jum ©egenfianb