Druckschrift 
1 (1853)
Seite
283
Einzelbild herunterladen
 

änbert nichts baran; fonbern jene Übeln ©ettjo^n^eiten unb @e»(Innungen werben nur härter, jäher unb empfnger, je älter fitemit uns werben.

SOtenpen, bic tn jungem Safjrcn fetten jufrieben waren mitbem ©chtcffat, wie eS ihnen ©ott gab; SHcnfchcn, bic in jüngernfahren immer »on Gcitetfeit unbfjochntuth befcffcit waren, wer»ben im Sttter mürrifch unb grämlich fein. äUenfchctt, bie ehemalsfeine ©fn'furcht für betagte Scitte empfanben; SKenfchen, bic ehe»rnatS Stübern wenig greubc ntaihten, werben im Sitter ebenfallsohne 3uberftcht unb argwöhntfeh fein. Ser titgenbhafte ©reisifl gutmüthig, frcunblich, offenherzig, wie er ats Ätnb war; erermahnt jttnt grieben, jur gremtbfehaft, unb ruft noch, wie berneunzigjährige Stpofiet 3ot;anneS einfi: 3hi' Äinbtein! liebeteuch unter cinanbcr.

SDtancher hat enbtich ben thörichtcn Sßabn, baS Sitter, mögees noef; fo tugenbhaft, nod; fo ehrenbott fein, flehe fdjon barumben anbcrit SebenSjeitcn au ©ttieffetigfeit nach, weites bem Sobenäher ifl, unb bie Hoffnung bet Sage mit jebent Sage fiirjerwirb. SDBte, güngting, wie, (Kann, in ber »ollen straft bcincSSehens btüpenb, fannflbu bic göttliche StSorfehung in betner furz*ftchtigcn ffieiöheit fo hart fabeln? 2Bic wenige (Kenfchcn er»reichen ein hohes Sttter! ©terben nicht bic mciften fdjon alsÄinber, als fjüngtinge, ats Seute, bic erfl in ber (Kitte ihresSehens ju flehen glauben? 23ifl bu ficher, bah bu fetbfl ben©reis um einen Sag übertcbfl? 3fl ber Sob nicht jebent Stttergleich nahe.

Su gtaubfl atfo, bie Hoffnung auf ein noch fo langes Sehenüerntehre bie ©tücffetigfeit ber fjugenb? ©icfje, fo hat es biegöttliche SSorfehung weife georbnet; aber fte hat auch beit ©reisnicht »ergeffen. ©te gibt ihm jene Stufte beS ©emüthS, bah erben Sob nicht ficht, fonbern nur baS Sehen jenfeits beS SobcS,