282
bad Sitter ift bcfc^iucrlie^. Stltein bcmjemgen, ber nicht wetfcunb chrifiltcb lebt, ift jebeö Sttter befd;wertid;; unb bem greunbeOotteö, bem greunbe 3efu tfl jebe Scbcndjcit textet unb freube*»ott. §>abt it;r not!; leinen »ergnügten ©reib in ber Umarmungfeiner $inber unb (Enfet gefepen? noch feine trofitofe Jungfrau?noch feinen »erjmeifetnben ^üngttng, nod; leinen, ber fiep in ber33tütpe fcttieö SttterS fclbfimörberifd) bad befd;ix'crtidjc Sehen »er*fiirjte?
9Äan fagt wopl: ©ad Sitter ift febwaeb, cd fatm in ber Seitnicht rncbr »iet nüfien. Stttein bu irrfi. ©ad Stttcr ruhet nurmit feinen burep Strbeit unb 3apre erfeptafften Kräften; ed botfeine 3tupe öerbient. Slbcr ed nüjjt noch mit feinen reifgeworbenen(Erfahrungen, mit feiner Äcnntnifj ber lange gefebenen SBett,mit feinen Sehren, welche ed Ambern unb (Enletn ertbeitt. ©adSitter macht bie ©eelc nicht h«tb fo fdjwad;, atd bie 3ugenb,wo ungeftiinte Segierben unb Neigungen bad ©emütp oft »er«bunfetn unb ju gct;ttritten hwteiten. ©ad Sitter ift teibenfepaft*tofer, ruhiger, befonnener, unb mehr feiner fetbfi £>crr.
©u fagft: bad Stttcr ift »on 3tatur ntutblod unb »erbroffen.3d> fage: bie 3ugcnb ift »on Statur tcidjtffnnig, üppig unb mutt;*willig. 3eboch beibc ©priiepe ftnb »ott 3rrtbunt. Sticht jebergüngltng ift »ott Setcptftnn unb Ucppigfett; ntdjt jeber ©retd ift»erbroffen unb mutblod. ©er gebier ftebt nicht an ber Sehend*jeit, foubern am SStenfchcn. 3<h fab fdjon »etbroffene unb mutb*tofe Süngtinge, unb fab teiebtfinnige, in Ueppigleit fchwetgenbealte Seute.
Wlan fagt: bad Stttcr ift ftnfier, jänlifch, argwßbnifcb unbgeijig. SBaprlidj, wer baju btc Stntagcn unb ©ewohnpeiten nichtfdjon aud ben frühem 3abrctt mit fiep brachte, ber wirb biefegebier nicht erft im ©reifenatter annepmen. Süßenn ber SKenfcpfetbfi niept feine ©itten, feine Steigungen änbert, bad Sitter