Sin icgitc^er ©taub hat feine ihm etgcntf;ümlic^en Sorurthcilc.Sic gcfährlicpften für feie ©ittlichfeit aber herrfchen in ben hohem(Stäuben, mo nur ju oft ber Untcrfejucb beb Stangebin ber bürgerlichen ©cfcllfchaft bab reine ©cfül;!allgemeiner SÖtenfchcnlicbc tobtet, ©o mie bie unternStäube Siele über fiel; fcf;cn, benen fte ©befürcht erjeigen müf*fen, erbtiefen bie hohem ©tänbe Siete unter fiep, gegen btc ficmehr ober meniger ©eringfcbäfjung entpftnben. Gprfurcpt abermacht geneigter jur Siebe, ©cringfchäfjung aber geneigter jur©elbftöergötterung unb Scracptung ber 5D?eufct;en unb ihres an»gebornen SBertheb. Stucp ber Stiebrigfle ehrt ben 9tcbcnmcnfchenatb ein nnt fein ©ctbft mitten unb nicht für frentbe 3 mccfc »or»hanbeneb SBefen; aber je höher ber Striepe fleht, je leichter läßtet fici; ju bern gräßlichen grrtbum öerteiten, untergeorbneteSÄcnfchcn nur alb Tüttel ju behanbetn, gcfchaffcn, ben Gin»fätteit ber Löhern ju bienen. Saß bie Scibeigenfchaft unter benSöllern bernieptet morbcit ift, mar miitber eine SDSirfung groß»müthiger Gntfagung ber Strichen auö Pflichtgefühl unb ©befürcht»or bem £>ctligfbum ber SDtcnfcbcurccptc, alb eine gntept flei»genber Sereblung, Stufftärung unb traft ber mtttlcrn ©taube,gcmaltiger ©cpicffale ober cinjclucr tugenbhafter giirficngeftn»nungen.
Sieben fotteti mir, fo forbert gefub, unfern Stäcbflen, mieunb felbft; beim gebet ijl nufer SKitcrfchaffcncr, nufer ©ruber,fo mie ©oft unfer Jitter Satcr ift. ©cncigtcr mirb ber SDtcnfchoon geringem ©tänben fchon baburch 31 t biefer Siebe, baß cbfeiner Gigcnliebe fchmcichelt ober fein ©clbflgcfül;! tröftet, jumiffen, mietönige unb gürflcn mit ben niebrigften ihrer tneeptebor ©ott gleich ftnb, beut fein Jlnfchcu ber Perfon gilt. 3nhohem ©tänben hingegen empört fiep nicht feiten bie ©emohn»heit, ben großen Raufen tiefer alb ftch im bürgerlichen Sehen