Druckschrift 
11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
162
Einzelbild herunterladen
 

162

Schwert und schrie mit einer Stimme, die fast das Donnerndes Katarakts übertöntc:Nun mußt Dn stehen! ficht, ergieb Dich, oder stirb!" stellte sich an den Eingang derHöhle und schwang die nackte Klinge.

Ich will nicht mit dem Manne fechten, der meinem Va-ter das Leben gerettet," sagte Morton;bis jetzt Hab' ichnoch nicht aussprechen lernen das Wort: ich ergebe mich!nun will ich mein Leben retten, so gut ich kann "

Mit diesen Worten und ehe Balfour seine Absicht bemer-ken konnte, sprang er mit jugendlicher Gewandtheit, die ihmso sehr zu Gebote stand, an ihm vorbei, setzte über denfurchtbaren Schlund, welcher de» Eingang der Höhle vondem vorspringenden Felsen jenseits trennte, und stand dortsicher und befreit von seinem schnaubenden Feinde- Er be-stieg sogleich die Platte, und als er sich umwendete, sah erBurley noch einen Augenblick außer sich vor Erstaunen daste-hen und dann mit aller Raserei getäuschter Rache in dasInnere seiner Höhle stürzen.

Es ward ihm nun klar, daß das Gemüth dieses unglück-lichen Mannes so lange durch verzweifelte Pläne und plötz-liche Täuschung aufgeregt worden, bis er gänzlich das Gleich-gewicht verloren, und daß sich in seinem Betragen eine ArtWahnsinn offenbare, um so überraschender durch die Kraftund Schlauheit, womit er seine wilden Pläne verfolgte- Baldfand Morton seine Führerin wieder, welche durch den Sturzder Eiche erschreckt worden war, den er aber als Zufall dar-stellte. Sie versicherte ihm dagegen, daß dadurch dem Be-wohner der Höhle nicht sonderlich viel Nachtheil entspringenwerde, da er stets mit Materialien zum Bau einer andernBrücke versehen sei.