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digt wurde, deren Appetit durch die grüne Bekleidung vonder Weide abgelockt worden. Eine unrichtige, schlechtgeschrie-bene Inschrift belehrte den Reisenden, daß ein Mann miteinem Pferde hier Unterkommen könne; — keine unwillkom-mene Einladung, so roh auch die Hütte schien, wenn man denschlechten Weg erwog, der hierher führte, und die hohen, ödenGebirge, welche in einsamer Majestät hinter diesem demüthi-gen Asyl sich erhoben. Ja, dachte Morton, nur an einem sol-chen Orte konnte Burley einen gleichgesinnten Freund finden.Als er sich näherte, fand er sogleich die gute Frau an derThüre sitzen; sie war durch ein dichtes Erlengebüsch bishervor ihm verborgen.
„Guten Abend, Mütterchen," sagte der Reisende. „EuerName ist Frau Maclure?"
„Elisabeth Maclure, Sir, eine arme Wittwe," war ihreAntwort.
„Könnt Ihr einen Fremden über Nacht beherbergen?"
„Ja, Sir, wenn er mit dem Brod und dem Krug derWittwe vorlieb nimmt."
„Ich bin ein Soldat gewesen, gute Frau," antworteteMorton, „und selten ist mir bei der Bewirthung etwas zugering."
„Ein Soldat, Sir?" seufzte die alte Frau; „Gott gelsiEuch ein besseres Gewerbe!"
„Man hält diesen Stand für ehrenvoll, gute Frau, undich hoffe, Ihr denkt darum nicht schlimmer von mir, weil ichihm angehörte."
„Ich richte Niemanden, Sir," erwiederte die Frau; „EureStimme tönt wie die eines Biedermannes. Aber ich habe soviel Unglück von den Soldaten in diesem Lande erfahren, daßich recht froh bin, mit diesen Augen gar nichts mehr zu sehen."