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weinte vor Freude. Nunmehr war die Entdeckung nicht ab-zuwehren; er erwiederte daher ihre Umarmung mit der dank-barsten Wärme und sagte:
„Ja, ich lebe noch, theure Ailie, um Euch für Eure frü-here und gegenwärtige Liebe zu danken, und es freut mich,daß mich doch wenigstens ein Wesen freundlich willkommenheißt in meinem Vaterlande."
„Freundlich?" rief Ailie; „ja, es werden Viele freundlichgegen Euch sein, — Viele; denn Ihr habt Geld, Schah; Ihrhabt Geld. Gott gebe, daß Jhr's gut anwendet. Aber, dugerechter Himmel!" fuhr sie fort, und stieß ihn mit zitternderHand von sich, um in gehöriger Entfernung die Zerstörungzu betrachten, welche der Kummer noch mehr als die Zeit aufseinem Antlitz angerichtet hatte. „Ach, Ihr habt Euch gewal-tig verändert, Kind; Euer Angesicht ist bleich geworden, EureAugen sind eingesunken, und Eure schonen rosigen Wangensind dunkel und sonnenverbrannt. Wehe über den Krieg!Wie viele schmucke Gesichter hat er schon zerstört! — Wannseid Ihr angekommen? — Wo seid Ihr gewesen? — Washabt Ihr gemacht? — Warum habt Ihr nicht geschrieben? —Warum habt Ihr Euch für todt ansgegeben? — Und warumseid Ihr um Euer eigenes Haus so herumgeschlichen, als ob'snicht richtig mit Euch wäre, um die alte Ailie zu erschrecken?"— Endlich schwieg sie und lächelte durch ihre Thränen.
Es dauerte lange, bis Morton seine Gefühle so bewälti-gen konnte, um der treuen Alten die Nachrichten zu geben,die wir unser» Lesern im nächsten Kapitel mittheilen werden.