angedrohtcn Grausamkeiten vollstreckcn sollte. Macbriar hattekaum die Worte des Präsidenten verstanden; aber er hattesich genug erholt, um das Urtheil zu vernehmen, als es vonder widerlichen Stimme des Henkers gesprochen wurvc, undbei den letzten furchtbaren Worten: „Und dies ihn' ich kundals Urtheil!" antwortete er kühn: — „Mylords, ich dankeEuch für die einzige Gunst, die ich begehrte, und von Euchannchmcn würde, nämlich; daß Ihr meinen zerquetschten,zermalmten Leib, der heute Eure Grausamkeit erfahren, einemschnellen Ende widmet. Es wäre mir ziemlich gleichgültig,ob ich am Galgen, oder im Kerker sterbe; allein wenn derTod, der schnell meine heutigen Leiden endigen muß, mich ge-fesselt in dunkler Zelle gefunden hätte, würden Viele des An-blicks entbehrt haben, was ein wahrer Christ für die guteSache leiden kann. Uebrigens, Mylords, vergeb' ich EuM,was Ihr mir auferlegt und ich erduldet. — Und warum sollt'ich nicht? — Ihr sendet mich zu einem glückseligen Orte —aus dem Aufenthalte gebrechlichen Staubes in die Gesellschaftder Engel und der Geister der Gerechten. — Ihr sendet michvon Finsterniß zu Licht — von Sterblichkeit zur Unsterblich-keit — kurz, von der Erde zum Himmel! Wenn Euch alsoDank und Verzeihung eines Sterbenden angenehm ist, so nehmtbeide mit meiner Hand, und mag Euer letzter Augenblick soglücklich sein, als der meinigc." Als er dies mit einem vonFreude und Sieg strahlenden Auge gesprochen, ward er ab-geführt und nach einer halben Stunde hingcrichtet. Er starbmit demselben feste» Enthusiasmus, den er während seinesganzen Lebens gezeigt hatte.
Der Rath brach auf und Morton fand sich wieder imWagen mit General Grahame.
„Wunderbare Festigkeit!" rief Morton, über Macbriars