Druckschrift 
11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
32
Einzelbild herunterladen
 

Schwerter, wehende Helmbüsche und furchtbarer Schlachtruf.Kaum versuchten die vordersten Reihen ein ungeregeltes Feuer;der Nachtrab aber floh in Verwirrung, che noch der Angriffausgeführt war, und in weniger als fünf Minuten waren dieReiter unter ihnen und hieben sie schonungslos nieder. Denwilden Kampf übertönte die Stimme Claverhouses, der seinenKriegern zurief:Nieder mit ihnen! Kein Pardon! Denktan Richard Grahame!" Die Dragoner, von denen vieledie Schmach auf Loudonhill gctheilt hatten, bedurften keinerErmahnung zu einer Rache, die eben so leicht als vollständigwar. Ihre Schwerter tranken das Blut der Flüchtlinge, diekeinen Widerstand leisteten- Das Flehen um Pardon wurdeblos durch das Geschrei beantwortet, mit welchem die Verfol-ger ihre Streiche begleiteten, und das ganze Gefilde bot nurden Anblick wirren Gemetzels, der Flucht und Verfolgung dar.

Gegen zwölfhundert Insurgenten, welche etwas entferntvon den übrigen uud außer der Angriffslinie der Cavalleriestanden, streckten ihre Waffen und ergaben sich auf Gnadeund Ungnade, als der Herzog von Monmouth sich an derSpitze des Fußvolks näherte. Dieser mildgeflnnte Fürst be-willigte ihnen augenblicklich den Pardon, um den sie baten,sprengte durch das Schlachtfeld und war jetzt eben so thätig,dem Gemetzel Einhalt zu thun, als früher, den Sieg zu er-ringen. Während dieses menschenfreundlichen Bemühens stießer auf den General Dalzell, der die furchtbaren Hochländerund die königlichen Freiwilligen ermuthigte, ihren Eifer fürKönig und Vaterland zu zeigen und die Flamme der Em-pörung mit dem Blute der Empörer zu ersticken.

Steckt Euer Schwert ein, General; ich befehle es Euch!"rief der Herzog.Laßt zum Rückzug blasen. Genug des Bluts istvergossen. GebtPardon den mißleiteten Unterthanen desKönigs!"