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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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und wvhlbewaffnete Leute auszulesen, von denen jeder nochein Handpferd hatte- Jenny, die während ihres Mahles mitCuddie Frieden zu schließen gesucht hatte, ritt zur Linken die-ses tapfer» Cavaliers- Bald hörte Lord Evandale den Huf-schlag der Pferde unter dem Fenster seines Gefängnisses.Zwei ihm unbekannte Männer traten in sein Gemach, entle-digten ihn seiner Fesseln, führten ihn die Treppe hinunterund ließen ihn in der Mitte ihrer Abtheilung zu Pferde stei-gen. Nun gings in raschem Trabe auf Tillietudlem zu.

Der Mond wich der Morgendämmerung, als sie sich deralten Veste näherten, deren düsteres Gemäuer in der schwa-chen Beleuchtung des Morgenrothes stand. Die Reiter hiel-ten an der Verschanzung und wagten sich, ans Furcht vordem Geschütz, nicht weiter. Lord Evandale allein ritt aufdas Thor zu, und in einiger Entfernung folgte ihm JennyDennison. Als sie sich dem Thore näherten, vernahmen siein dem Schloßhofe einen Lärm, der mit der heitern Ruheeines Sommermorgens schlecht übereinstimmte- Geschrei undFlüche ließen sich hören, einige Pistolenschüsse fielen, und Allesverkündete, daß die Meuterei ausgebrochen war. In diesemAugenblicke kam Lord Evandale an's Thor, wo HallidayWache stand. Dieser hatte nur widerstrebend in die Ver-schwörung eingewilligt, und er war es auch, der Jenny'sEntkommen aus dem Schlosse und de» Anschlag seinem Offi-ziere mitzutheilen möglich gemacht hatte- Als er Lord Evan-dale's Stimme hörte, ließ er ihn sogleich mit Freuden ein,und Jener trat nun, wie aus den Wolken gefallen, unter dieAufwiegler. Gerade wollten sie ihren Plan, sich des Platzeszu bemächtigen, aus führen, und waren im Begriff, den Ma-jor Bellenden, Harrison und die Andern, welche sich nachKräften wehrten, zu entwaffnen.