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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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Augenblick sich angemaßt; darauf eilte sie dienstfertig hin,Edithen zu unterstützen, als diese anscheinend in tiefen Ge-danken durch die Halle schritt.

Nehmt meinen Arm, Fräulein; nehmt lieber meinen Arm;der Kummer will sich aussprechen und ohne Zweifel-"

Nein, Jenny," sagte Edith« fest,Du hast meine Schwä-che gesehen; nun sollst Du auch meine Stärke sehen."

Aber Ihr stütztet Euch doch jüngst auf mich, als Ihr sobetrübt wart."

Uebelangebrachte, verirrte Neigung mag der Stühe be-dürfen, Jenny, die Pflicht bedarf keiner; doch ich willnicht zu schnell handeln. Ich will den Grund seines Beneh-mens erwägen und dann ihn für immer aufgeben."

Betroffen über ein Benehmen, dessen Gründe sie nicht be-griff und dessen Adel sie nicht zu würdigen verstand, murmelteJenny zwischen den Zähnen:Mein' Seel', wenn die ersteHitze verfliegt, nimmt's das Fräulein eben so leicht, wie ich,und noch leichter, vbschon ich mir nie halb so viel aus Cud-die gemacht habe, als sie sich aus dem jungen Milnwood.Außerdem ist's noch gut, auf beiden Seiten einen Freund zuhaben; denn wenn die Whigs das Schloß einnehmen, wie'swohl geschehen kann, da wir so wenig Lebensmittel besitzenund die Dragoner so rechtschaffen einbeißen: nun, dann habenMilnwood und Cuddie die Oberhand und ihre Freundschaftist dann Goldes werth daran Hab' ich schon heute Morgengedacht, als ich die Nachricht hörte."

Mit diesen Trostgedanken ging die Zofe an ihre Beschäf-tigung und überließ es ihrer Gebieterin, sich zu beherrschenund die Gefühle zu unterdrücken, die sie bis jetzt gegen Hein-rich Morton gehegt hatte.

Die Schwärmer. II.

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