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Augenblick sich angemaßt; darauf eilte sie dienstfertig hin,Edithen zu unterstützen, als diese anscheinend in tiefen Ge-danken durch die Halle schritt.
„Nehmt meinen Arm, Fräulein; nehmt lieber meinen Arm;der Kummer will sich aussprechen und ohne Zweifel-"
„Nein, Jenny," sagte Edith« fest, „Du hast meine Schwä-che gesehen; nun sollst Du auch meine Stärke sehen."
„Aber Ihr stütztet Euch doch jüngst auf mich, als Ihr sobetrübt wart."
„Uebelangebrachte, verirrte Neigung mag der Stühe be-dürfen, Jenny, — die Pflicht bedarf keiner; doch ich willnicht zu schnell handeln. Ich will den Grund seines Beneh-mens erwägen und dann — ihn für immer aufgeben."
Betroffen über ein Benehmen, dessen Gründe sie nicht be-griff und dessen Adel sie nicht zu würdigen verstand, murmelteJenny zwischen den Zähnen: „Mein' Seel', wenn die ersteHitze verfliegt, nimmt's das Fräulein eben so leicht, wie ich,und noch leichter, vbschon ich mir nie halb so viel aus Cud-die gemacht habe, als sie sich aus dem jungen Milnwood.Außerdem ist's noch gut, auf beiden Seiten einen Freund zuhaben; denn wenn die Whigs das Schloß einnehmen, wie'swohl geschehen kann, da wir so wenig Lebensmittel besitzenund die Dragoner so rechtschaffen einbeißen: nun, dann habenMilnwood und Cuddie die Oberhand und ihre Freundschaftist dann Goldes werth — daran Hab' ich schon heute Morgengedacht, als ich die Nachricht hörte."
Mit diesen Trostgedanken ging die Zofe an ihre Beschäf-tigung und überließ es ihrer Gebieterin, sich zu beherrschenund die Gefühle zu unterdrücken, die sie bis jetzt gegen Hein-rich Morton gehegt hatte.
Die Schwärmer. II.
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