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„Wohin geht Ihr?" fragte er, ihn beim Arme fassend.
„Wohin es sei, gilt mir gleich; aber hier bleib' ich nichtlänger."
„Bist Du so bald müde, junger Mann?" sagte Burley.„Kaum daß Du die Hand an den Pflug gelegt, willst Du ihnschon wieder verlassen? Ist das Deine Anhänglichkeit an dieSache Deines Vaters?"
„Keine Sache," erwicderte Morton unwillig — „keineSache kann gelingen, die so geleitet wird. Die eine Parteierklärt sich für die Rasereien eines blutdürstigen Wahnwitzi-gen ; ein anderer Führer ist ein scholastischer Pedant; ein drit-ter" — hier hielt er ein und sein Gefährte ergänzte den Satz— „ist ein verzweifelter Mörder, wie John Balfour von Bur-ley, wolltest Du sagen. — Ich kann Mißdeutung ohne Zornertragen. Du erwägst nicht, daß es keine Menschen von nüch-ternen, selbstsüchtigen Gemüthcrn sind, die da aufstehen indiesen Tagen des Zornes, Gericht zu halten und die Befreiungzu bringen. Hättest Du nur die Heere von England gesehenwährend des Parlaments von 1642 — ihre Reihen waren ge-füllt mit Sektirern und Schwärmern, unbändiger als dieWiedertäufer von Münster — und Du würdest mehr Ursachegehabt haben, Dich zu verwundern; und doch waren dieseLeute unbesiegbar im Felde und ihre Hände haben Wundervollbracht für die Freiheit des Landes."
„Aber ihre Angelegenheiten," erwicderte Morton, „wurdenklug geleitet, und ihr glühender Eifer verzehrte sich in ihrenErmahnungen und Predigten, ohne Spaltungen in ihren Rath,oder Grausamkeit in ihre Handlungen zu bringen. Ich habeoft meinen Vater behaupten hören, über nichts habe er sichmehr gewundert, als über den Contrast zwischen ihren aus-schweifenden Religionsbegriffen und der Weisheit und Mäßi-