18
rückte die erste Linie des Feindes vor, die vorderste Reihekniete, die zweite bückte sich, und die dritte stand aufrecht, ihrFeuer wirkte so zerstörend, daß wenigstens zwanzig Sättelleer, und die Unordnung der Reiter vermehrt wurde. Unter-dessen ward Lord Evandale an der Spitze einiger wohlberit-tenen Soldaten in den Stand gesetzt, über den Graben zukommen, aber auch sogleich von dem linken Flügel der feind-lichen Kavallerie angegriffen, welche, durch die kleine Anzahlihrer Gegner ermuthigt, wüthcnd mit dem Geschrei auf sielosstürzte: „Wehe, wehe über die unbcschnittenen Philister!Nieder mit Dagon und allen seinen Anbetern!"
Der junge Edelmann focht wie ein Löwe; aber die meistenseiner Begleiter fielen, und er selbst würde kaum demselbenSchicksal entgangen sein, wenn nicht Claverhonse, der indessenmit der zweiten Linie bis an den Graben gekommen war,durch ein furchtbares Karabinerfcuer so verheerend in denfeindlichen Reihen gewüthet hätte, daß Reiter und Fußvolkeinen Augenblick zu weichen anfingen, und Lord Evandale sichdem ungleichen Kampfe entziehen, und, indem er wieder alleinwar, über den Sumpf setzen konnte. Aber trotz des Verlustes,den sie durch Claverhonses erstes Feuer erlitten, nahmen dieInsurgenten bald wahr, daß sowohl durch die Mehrzahl, alsdurch die vortheilhafte Stellung der Sieg entschieden auf ihrerSeite bleiben, und die Leibgarde nothwcndig unterliegen müßte,wenn sie nur einen kurzen, aber entschlossenen Widerstand lei-steten. Die Anführer flogen durch ihre Reihen, ermahnten ihreLeute, die Stellung zu behaupten, und zeigten ihnen, wie wirk-sam ihr Feuer sein müsse, da Roß und Mann demselben zu-gleich ausgesetzt seien; denn die Reiter schossen, wie es beiihnen üblich war, ohne abzusitzen. Claverhonse sah seine bestenLeute durch ein Feuer Zusammenstürzen, das sie nicht nach-