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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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ein Zwang, welchem die Damen jener Zeit ihre Gäste unter- ,warfen.

Aber der Anführer selbst, mehr darauf bedacht, Miß Bel-lenden, neben welcher er saß, den Hof zu machen, als seineEßlust zu befriedigen, schien die guten Schüsseln einigermaßenzu vernachlässigen. Edith« hörte, ohne Etwas darauf zu er-wiedern, manche Artigkeiten, die er mit seiner klangreichenStimme an sie richtete, welche eben so leicht zur Melodie einergefälligen Unterhaltung herabschmolz, als sich im Schlachtcnsturmerheben konnte, »laut wie der Drommete Silberklang."

Das Gefühl, daß sie in der Gegenwart eines gefürchtetenAnführers sei, von dessen Ausspruch Mortons Schicksal abhing,die Erinnerung an das Schreckliche, das in dem bloßen Namendes Obristen lag, raubten ihr für einige Zeit nicht nur dieStimme, sondern sogar die Kraft auf ihn zu blicken. Als sieaber, durch seine sanfte Stimme crmuthigt, die Augen erhob,um eine Antwort an ihn zu richten, zeigte ihr sein AeußereSwenigstens keine der schrecklichen Eigenschaften, mit welchenihre Furcht ihn ausgestattet.

Grahame von Claverhouse war noch in der Blüthe desLebens, fast kleiner und zarter Gestalt, aber schlank und wohlgebaut. Geberden, Sprache und Mienen waren die einesMannes, der stets mit feinen und lebenslustigen Leuten Um-gang gepflogen. Seine Züge hatten fast eine mädchenhafteRegelmäßigkeit- Ein ovales Gesicht, eine gerade, wohlgeformteNase, dunkelbraune Augen, eine Gesichtsfarbe genug gebräunt,um nicht weibisch zu sein, eine kurze Oberlippe, aufwärts ge-bogen, wie bei einer griechischen Bildsäule, und leicht beschattetvon einem kleinen, hellbraunen Schnauzbärtchen, und eineFülle gleichfarbiger Ringellocken, die auf beiden Seiten desAntlitzes herabfielen, bildeten vereint ein Gesicht, wie es Maler

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