und den Garten überläßt, in dem der beste Kohl der ganzenGegend wächst und das Gras für die Kuh."
„O weh! mein lieber Sohn Cuddie," fuhr die Alte fort,„murre nicht über die Prüfung, und weigere Dich nicht, fürdie gute Sache zu leiden."
„Was weiß ich, ob die Sache gut oder schlimm ist, Mut-ter!" cntgegnete Cuddie; „wenn Ihr auch noch so gelehrtdarüber schwatzt. Das geht über meinen Verstand. Ich sehekeinen so großen Unterschied zwischen den beiden Wegen, wiedie Leute behaupten. Freilich lesen die Pfarrer immer diesel-ben Worte wieder, und wenn es rechte Worte sind, warumsollten sie es nicht thun? Eine gute Erzählung hörte mangern zwei Mal, und man versteht sie desto besser, glaub' ich.Nicht Jeder kann so leicht begreifen, wie Ihr, Mutter.
„O mein lieber Cuddie, das ist das Schlimmste von Al-lem!" sagte die bedrängte Mutter. — „O, wie oft Hab' ichDir den Unterschied gezeigt zwischen der reinen evangelischenLehre und der, -welche verderbt worden von Menschensaßung!O, mein Kind, wenn auch nicht um Deiner Seele willen,doch um meiner greisen Haare-"
„Nun, Mutter," unterbrach sie Cuddie, „warum so vielGeschwätz? Ich Hab' immer gethan, was Ihr mich geheißen,und bin immer Sonntags in die Kirche gegangen, wohin Ihrwolltet, und habe an andern Tagen genug für Euch gearbei-tet. Und das quält mich am Meisten, wenn ich denke, daßich Euch jetzt erhalten soll, in diesen bittern Zeiten. Ich weißnicht, ob ich anderswo eben so gut pflügen kann, wenigstensHab' ich's noch auf keinem andern Grunde probirt, und eswürde mir nicht so leicht werden. Und kein benachbarterGutsbesitzer wird uns aufnehmen, nachdem uns die Non-Con-formisten vertrieben."