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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
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zeugung, daß ich eines Tages noch sehe, wie er sein Schwertumgürtet für die theure und kostbare Sache, für die sein Va-ter focht und blutete."

Mit dem Versprechen, daß er noch den Flüchtling besuchenwerde, wenn es Zeit sei, die Reise fortzusetzen, schied Mor-ton von ihm.

Er begab sich auf einige Stunden zur Ruhe, aber seinedurch die Begebenheiten des Tages aufgeregte Phantasie ge-stattete ihm keinen tiefen Schlummer. Ein schreckliches Traum-gesicht stieg vor ihm auf, in welchem sein neuer Freund eineHauptrolle spielte- Auch die holde Edith« Bellenden mischtesich in diesen Traum, weinend und mit aufgelösten Locken,und schien ihn um Hülfe und Beistand anzuflehen, die er zuverleihen nicht im Stande war. In fieberischer Aufregungerwachte er aus diesem unerquicklichen Schlummer und mitunheilahnendem Herzen. Aus den Gipfeln der fernen Bergelag schon der rosige Morgen in erfrischender Kühle.

Ich habe zu lange geschlafen," sagte er zu sich selber,und muß mich jetzt beeilen, die Reise dieses unglücklichenFlüchtlings zu fördern."

Nasch kleidete er sich an, öffnete leise die Thüre, undeilte an den Zufluchtsort des Covenanters. Morton trat aufden Zehen ein; denn sowohl die Entschiedenheit in Ton undBenehmen dieses seltsamen Menschen, als auch dessen unge-wöhnliche Sprache und Denkungsart, hatten ihm fast Ent-setzen eingeflößt.

Balfour schlief noch. Ein Lichtstrahl fiel auf's Lager undzeigte Morton die Bewegung seiner harten Züge, welche durchinnere Unruhe aufgeregt schienen. Er hatte die Kleider nichtabgelegt, seine beiden Arme lagen auf der Decke, die Rechtewar fest zusammengeballt und versuchte zuweilen ohnmächtige