ton gewendet: „Ich reite gen Milnwood, das, wie ich höre,Eure Heimath ist, wollt Ihr mir nicht den Vortheil undSchutz Eurer Gesellschaft gönnen?"
„O ja," sagte Morton, obgleich er fast zurückbcbte vordem Benehmen deö Mannes, in welchem ein düsterer, strengerErnst lag. Nach einer höflichen guten Nacht brachen seineGefährten auf und gingen in verschiedenen Richtungen vondannen; Einige leisteten ihnen ungefähr eine Meile weit Ge-sellschaft, dann aber entfernte sich Einer nach dem Andern,und jetzt waren die Reisenden allein.
Kaum hatte die Gesellschaft das Wirthshaus verlassen, alsTrompeten und Pauken ertönten. Bei dieser unerwartetenAufforderung traten die Soldaten auf dem Marktplatze unterdie Waffen, während Cornet Grahamc, ein Vetter Claver-houseS, und der Bürgermeister des Fleckens, von einem hal-ben Dutzend Soldaten und Stadtdienern mit Hellebardenbegleitet, mit einem Ausdrucke von Schrecken und Eifer aufden Gesichtern in Niel Blane's Zimmer traten.
„Bewacht die Thüren," waren die ersten Worte des Cor-nets; — „Niemand darf das Haus verlassen. So, Bothwell,wie kommt das? Habt Ihr nicht Lärm blasen hören?"
„Er wollte eben nach seinem Quartier, Sir," erwiedertesein Kamerad; „er hat einen schlimmen Fall gehabt."
„In einem Streite wahrscheinlich?" sagte Grahame.„Wenn Ihr so Eure Pflicht vernachlässigt, dann wird Euerkönigliches Blut Euch schwerlich schützen."
„Worin Hab' ich meine Pflicht vernachlässigt?" sagteBothwell mürrisch.
„Ihr hättet im Quartier sein sollen, Sergeant Bothwell,"erwiederte der Offizier. „Ihr habt eine goldene Gelegenheitentwischen lassen- So eben ist die Nachricht eingegangen, daß