wäre, um zu erfuhren, was es ihm cinbrächte, wenn er sichund seinen Beistand bei der Unterhandlung mit Gottfried vonBouillon und den andern Fürsten des Kreuzzugs anböte"
„Das ist eine Politik," antwortete der Weife, „liir dieer von dem Kaisw volles Vertrauen gewinnen möchte"
Achilles Tatius fuhr fort: „Graf Bohemund erschien, alswäre eS bloßer Zufall, am kaiserlichen Hof und wurde sognädig und glänzend empfangen, wie es nie einem Frankengeschehen ist Kein Wort wurde geredet von alter Feindschaftund früherem Krieg, von der Wegnahme Antiochiens undden Eingriffen in das Reichsgebiet Aber von allen Seitendankte man dem Himmel, daß er in diesem drohenden Au-genblick einen treuen Verbündeten zu des Kaisers Beistandschicke."
„Und was sagte Bohemund?" fragte der Philosoph.
„Wenig oder nichts," sagte der Führer der Waräger,bis ilun endlich, wie mir der Pallastsclav Rarses gesagt hat,eine große Summe Goldes geipendet wurde. Hierauf wur-de» ihm noch bedeutende Länterstriche zugestanden und andereVortheile umer der Bedingung gewährt, daß er bei dieserGelegenbeit der treue Freund von Kaiser und Reich bleibensolle. Des Kaisers Grvßmnlh gegen Len gierigen Barbarenwar w groß, daß man ihm ein offen stellendes Gemach imPallaste sehen ließ, das reiche Dvrräthe verarbeiteter Seide,gvldnen und silbernen Schmuck und andere Kostbarkeiten ent-hielt. Als der gierige Franke seine Verwunderung nicht zu-rückllalten konnte, so erhielt er das Versprechen, daß derInhalt der Schatzkammer sein Eigenthum sein solle, wenn erihn als ein Zeichen der Wärme und Aufrichtigkeit seines kai-serlichen Verbündeten betrachten wolle; somit wurden dieseKostbarkeiten in das Zelt des normannischen Häuptlings