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17 (1851) Graf Robert von Paris
Entstehung
Seite
134
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ein Lehen von uns betrachten muß. Laster und Tugend,Verstand und Thorheit, Ehrgeiz und reine Ergebung werdenes diesen sonderbaren Männern zugleich ans Herz legen,Vasallen und nicht Feinde dieses Reiches und eures väter-lichen Kaisers zu werden."

Alle Höflinge senkten die Kopfe und riefen nach morgen-ländischer Sitte:Lang lebe der Kaiser!"

Als dieser Beifall verrauscht war, fuhr Alepius fort:Ichsage es meinem getreuen Majordomus noch einmal, daß da-für zu sorgen ist, daß die Maßregeln, die offensiver Naturzu sein scheinen, Leuten anvertraut werden, die man an Aus-sehen und Sprache als Fremde erkenne; leider sind ja inunserm kaiserlichen Heer solche Fremde zahlreicher als einge-borne, orthodore Unterthanen."

Der Patriarch äußerte hier seine Meinung.Es ist tröst-lich/' sagte er,daß der ächten Römer im kaiserlichen Heerenur wenige sind, da ein so blutiges Handwerk ganz billigvon denen gesucht wird, deren Grundsätze und Handlungendie ewige Derdammniß in der anderen Welt verdienen."

Ehrwürdiger Patriarch," sagte der Kaiser,mir möchtennicht gern mit den Ungläubigen annehmen, daß man dasParadies mit dem Säbel erwirbt; dennoch leben wir derHoffnung, daß ein Römer, der für seinen Glauben und sei-nen Kaiser im Kampfe fällt, jenseits des Grabes eine sogute Aufnahme finden mag, wie einer, der im Frieden undmit unblutigen Händen stirbt."

Es genügt mir zu sagen," begann der Patriarch wieder,daß die Lehre der Kirche nicht so nachsichtig ist: sie selbst istfriedfertig und ihre Verheißungen gelten den Friedfertigen.Doch glaubet nicht, daß ich die Himmelsthüre jedem Solda-ten verschlösse, auch wenn er die Lehren unserer Kirche ge-