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17 (1851) Graf Robert von Paris
Entstehung
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von anderem Geschlecht leicht erregt wird. Sein Anstand warfrei und natürlich, ohne unhöflich und tölpelhaft zu sein. AlsBarbar war er der gesellschaftlichen Formen und des feinenWelttonS überhoben. Aber sein kriegerisches Aussehen undsein edles Selbstvertrauen erweckte mehr Theilnahme für ihn,als ein gezwungener ängstlicher Anstand und eine übertriebeneScheu gethan haben würden.

Kurz die Prinzessin Anna Comnena war, ungeachtet ihreshohen Rangs und ungeachtet sie im kaiserlichen Purpur ge-boren war, was sie selbst für die höchste Eigenschaft hielt,bei dem Wiederbeginnen ihrer geschichtlichen Vorlesung be-sorgter, den Beifall dieses rohen Kriegers zu gewinnen alsden ihrer übrigen Zuhörer vom Hof. Sie kannte Liese letz-teren wohl und machte sich nichts aus dem Beifall, den desKaisers Tochter vollauf von den griechischen Höflingen zu er-warten hatte, denen sie die Erzeugnisse von ihres VatersTochter mittheilen würde. Nu» aber war ein anderer Richterda, dessen geschenkter Beifall einen wahren Werth habenmußte, da dieser Beifall nur von dem Kopf oder dem Herzendes Hörenden zu erhalten war.

Vielleicht waren diese Erwägungen schuld, daß die Prin-zessin mehr Zeit als gewöhnlich brauchte, die Stelle aus derPergamentrvlle zu finden, mit der sie beginnen wollte. Auchbemerkte man, daß sie ihre Vorlesung mit einer Unsicherheitund Verlegenheit aufing, die ihre edlen Zuhörer, die sie sooft mit aller Geistesruhe vor einem in ihren Augen vorneh-mere» und gelehrteren Kreise gesehen hatten, in Erstaunensetzte.

Auch für den Waräger waren die Umstände nicht der Art,ihn bei dem Auftritt gleichgültig zu lassen. Anna Comnenahatte freilich ihr fünftes Lusrrum erreicht, also Len Zeitpunkt,