Fünfunddreißigstes Kapitel.
Wer trüg' im Busen ein so Hortes Herz,
DoS unerfüllt vom nllertiessteu SchmerzBei diesem fürchterliche» Unglück bliebe.
Zu sehen, wie ein edler, junger MonnI» einem Augenblick ivord hingerofftBei einem Nitt ouf unbekonnter Boh»!
Gedicht in l^lobet's Neralclrx, V. tl.
Wir haben durch die Erwähnung von Bncklaws Genesungund Schicksalen dem Zeitlaufe vorgegriffen, damit wir nichtnöthig haben möchten, die Vorfälle zu unterbrechen, welcheauf das Leichenbegängniß der unglücklichen Lucie Ashton folg-ten. Diese traurige Feierlichkeit wurde an einem nebeligenHerbstmvrgen mit so wenig Pomp und Aufwand vollbracht,als man möglicher Weise nicht entbehren konnte. Eine kleineZahl der nächsten Verwandten folgte ihrer Leiche zu dem näm-lichen Kirchhof, wohin sie erst jüngst als Braut geführt wordenwar, damals vielleicht mit so wenig freiem Willen, als sie jetztin ihrem entseelten Zustande haben konnte. Ein Chorgang derKirche war von Sir William Ashton zum Familienbegräbnißeingerichtet worden, und hier wurden in einem Sarge, derweder Namen noch Datum trug, die Ueberreste derjenigen derVerwesung übergeben, die einst lieblich, schön und unschuldigwar, obgleich eine lange und anhaltende Verfolgung sie zumWahnsinn getrieben hatte. Während die Leidtragenden in