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der das ganze Haus mit Mann und Maus davontragen wollte,er soll nur ehrlichen Kampf finden."
Da sich die Leidenschaften der jungen Männer also einan-der entgegenstrebten, so gewann Ravenswood Zeit, mit strengerund fester Stimme auszurufen: „Stille! — Wenn Jemandwirklich Gefahr flicht, so erwähle er die Zeit, wo sie gefundenwerden mag. Mein Geschäft hier wird bald beendigt sein. —Ist das Eure Handschrift, Madame?" fugte er in einem sanf-teren Tone hinzu, indem er der Miß Ashton ihren letztenBrief darreichte.
Ein zitterndes Ja schien eher ihren Lippen zu entschlü-pfen, als eine vollbedachte Antwort zu sein.
„Und ist dies auch Eure Handschrift?" fragte er, indemer ihr ihren gegenseitigen Vertrag vorhielt.
Lncie blieb stumm. Ein noch stärkeres und verwirrteresGefühl, als Furcht hatte ihre Besinnung so betäubt, daß siewahrscheinlich die an sie gerichtete Frage gar nicht verstand.
„WennJhr beabsichtigt," sagte Sir William Ashton, auf die-ses Papier einen gesetzlichen Anspruch zu gründen, erwartet nicht,daß Ihr eine Antwort auf eine außergerichtliche Frage erhaltet."
„Sir William Ashton," sagte Ravenswood, „ich bitte Euchund Alle, die mich hören, daß ihr meine Absicht nicht mißver-stehen möget. Wenn diese junge.Dame aus eigenem freienWillen die Auflösung des Vertrages wünscht, wie es ihremSchreiben nach scheinen könnte — dann ist mir derselbe nichtmehr werth, als ein welkes Blatt, das der Herbstwind überdie Heide jagt. Doch ich muß und will die Wahrheit ausihrem eigenen Munde hören — ohne diese Genugthuung weicheich nicht vom Platze. Ihr könnt mich durch die Uebermachtmorden, doch ich bin ein bewaffneter Mann, ich bin ein ver-zweifelter Mann, und ich werde nicht ohne volle Rache sterben.
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