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Argwohn betrachtet wurde. Im Geheimen jedoch ging sietiefer in die verborgenen Wissenschaften ein, denn ungeachtetder fürchterlichen Strafe, womit man die des Verbrechens derZauberei Bezüchtigten verfolgte, fehlte es nicht an solchen,die aus Mangel oder aus Bosheit geneigt waren, jene ge-hässige und gefährliche Rolle zu spielen, weil sie dadurch einenfurchtbaren Einfluß auf die Nachbarschaft ausüben konnten,oder weil sie durch die Ausübung ihrer Kunst einen elendenLohn gewannen.
Ailsie Gourlay war keine so große Thörin, daß sie einenBund mit dem Bösen bekannt, und sich so schnell auf denScheiterhaufen gebracht hätte. »Ihre Zauberei," sagte sie, „seieine unschuldige wie die von Caliban." Doch sagte sie dasgute Glück voraus, erklärte Träume, mischte Liebestränke,entdeckte gestohlene Sachen, und band und löste Heirathenmit einer Leichtigkeit, als wenn, wie die ganze Nachbarschaftglaubte, Beelzebub selbst ihr bei ihren Künsten beistehe. DasSchlimmste war, daß die Personen, welche auf diese KünsteAnspruch machten, da sie sich allgemein gehaßt sahen, keinenAnstand nahmen, de» öffentlichen Haß zu verdienen. Oft wur-den wirkliche Verbrechen unter dem Schein von magischemBetrug begangen, und der Widerwille, womit wir in denCriminalakten die Bekenntnisse dieser elenden Weiber lesen,wird einigermaßen dadurch begütigt, wenn wir bemerken, daßmanche derselben als Giftmischerinnen, Betrügerinnen und alsHelferinnen bei häuslichen Verbrechen das strenge Schicksalverdient haben, wozu sie wegen einer nichtigen Beschuldigungvon Zauberei verurtheilt wurden.
So war Allste Gourlay, welche Lady Ashton in die Näheihrer Tochter brachte, um das Gemütl) derselben völlig zuunterwerfen. Ein Weib von geringerem Stande als Lady
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