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Geringsten zu fragen. Bei dieser Gelegenheit erwartete der Freiervon Seiten seiner Braut wenig mehr, als eine schweigende Erge-bung in den Willen ihrer Aeltern, und da er wenig Gelegenheithatte zur Bekanntschaft, geschweige zur Vertraulichkeit, so wählteer nach der Außenseite, wie die Freier im Kaufmann von Venedigihre Kästchen wählen, und begnügte sich, den Erfolg, wie beimSpiele den Einsatz, dem Zufall zu überlassen.
Da die allgemeine Sitte der Zeit von der Art war, so durftecs nicht befremden, daß Mr.Hayston von Bucklaw, den sein un-ordentliches Leben gewissermaßen von der besten Gesellschaft aus-geschlossen hatte, bei seiner erwählten Braut diejenigen Gefühlenicht sehr beachtete, für die mancher Mann von mehr Gefühl,Erfahrung und Bedachtsamkeit eben so gleichgültig gewesen seinwürde. Er kannte das, was Alle den Hauptpunkt nannten, »cm-lich daß ihre Aeltern und Freunde ihm entschieden günstig wären,und daß überwiegende Gründe zu seinem Vvrtheile stritte».
In der That das Benehmen des Marquis von A — war seitRavenswoods Abreise von der Art gewesen, daß es eineVerbin-dung zwischen seinem Verwandten und LucieAshto» fast unmög-lich machte. Der Marquis war Ravenswoods aufrichtiger, aberfalschnrtheilcnder Freund, oder vielmehr er zog, wie so vieleFreunde und Beschützer, seines Verwandten sogenanntes wah-res Interesse in Betracht, obgleich er wußte, daß er dadurchder Neigung desselben widerstrebe.
Der Marquis betrieb also mitAufbietung seines ininisterlichenAnsehens die Appellation bei dem brittischen Hanse der Pairs ge-gen die Entscheidungen der Gerichtshöfe, durch welche Sir Wil-liam Besitzer von Ravenswoods Erbgut geworden war. Da dieseMaßregel, die von dem ganzen Ansehen der Gewalt unterstütztwurde, in dem schottischen Rechtsgang neu war, obgleich sie heutegewöhnlich geworden ist, so wurde sie von den Juristen der