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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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empfangen hatte, standen lächelnd an der Hausthüre, als diesechsspännige Kutsche, von glänzenden Reitern umgeben, zumDorfe hinausrollte. Auch John Girder stand auf seiner Schwelle,und blickte bald auf seine rechte Hand, die eben erst von einemMarquis und einem Lord geschüttelt worden war, bald indas Haus, woselbst sich überall die Spuren des letzten Mahleszeigten, gleich als wollte er die ihm zu Theil gewordene Ehremit dem Aufwands der Bewirthuipg abwiegen.

Endlich that er seinen rednerischen Mund auf.LaßtManns- und Weibsleute jetzt an ihre Arbeit gehen, als wennkein Marquis, kein Lord und kein Herzog in der Welt wäre.Laßt das Haus aufränmen, die angebrochenen Speisen auf-heben, und wenn etwas gar nicht mehr zu genießen ist, laßtes den Armen geben. Und ihr, Schwiegermutter und Weib,ich Hab' euch ein Ding anzubefehlen, daß ihr mir mit keinemWort, gut oder schlecht, von den Dummheiten da redet. Be-haltet eure Prahlereien für euch und eure Gevatterinnen, dennmein Kopf ist mir schon ganz verrückt davon."

Da Johns Macht ziemlich unumschränkt war, so verfügtensich Alle an ihre gewöhnlichen Verrichtungen, und ließen ihnnach Lust Luftschlösser bauen, die er auf Kosten seiner materiel-len Habe gewonnen hatte.

Die Braut von Lammermoor. II.

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