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fluß hätte bei Furcht und Liebe immer das Uebergewicht gehabt.Doch Bucklaw bekümmere sich nicht um dergleichen Dinge, sowenig als er selbst. Es sei Schade, daß sein Einfluß einer-guten Leitung ermangele."
Auf dies Alles horchte Lady Ashton mit geneigtem undaufmerksamen Ohr, innerlich entschlossen, in eigner Personden Einfluß ihres künftigen Schwiegersohnes zum Besten ihresErstgeborenen und anderer Betheiligten zu leiten.
Als der Capitain die Lady so vortheilhaft gestimmt fand,begann er, um den Ausdruck seines Absenders zu gebrauchen,sie zum Werke zu spornen, indem er auf die gegenwärtigenVerhältnisse im Schlosse Ravenswood anspielte, auf den lan-gen Besuch, den der Erbe dieser Familie bei dem Lord Keepermache, und auf die Gerüchte, die (wiewohl er verdammt seinwolle, wenn er sie geglaubt hätte) in der Nachbarschaft imUmlauf waren. Es war nicht in der Rolle des Capitains,sich über diese Gerüchte zu ereifern, doch er merkte an denerrvthenden Wangen, der zögernden Sprache und den blitzen-den Augen der Lady Ashton, daß der Streich, den er führenwollte, gewirkt habe. Ihr Gemahl hatte ihr nicht so oft undso regelmäßig geschrieben, als sie es für seine Schuldigkeitgehalten hatte, und über seinen sehr wichtigen Besuch imThurme Wolfscrag, so wie über den Gast, den er mit solcherHerzlichkeit in Ravenswood Castle empfangen hatte, hatte er-ste völlig in Dunkel gelassen, bis ste endlich durch einen Frem-den von allen diesen Dingen unterrichtet wurde. Eine solcheVerheimlichung war nach ihrer Meinung wenigstens ein Ver-such des Hochverraths, wenn nicht offene Empörung gegen ihrehäusliche Gewalt, und ste gelobte sich cs in ihrem Herzen,den Lord Keeper als einen auf Empörung denkenden Unter-thanen zu bestrafen. Ihr Zorn war um so heftiger, da ste