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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
Seite
70
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tain Craigengelt gerade in dem Augenblicke gelegen ankam,wo sie einen Dritten zu einer Partie Tredrill suchten, in wel-chem Spiele er wie in allen anderen Kunst- und Glücksspielenein großer Meister war.

Nachdem er sich zuerst in Gunst gesetzt hatte, war seinzweites Augenmerk, den Plänen seines Beschützers förderlichzu sein. Er fand Lady Ashton sehr zu Gunsten des Vorschlagsgestimmt, den Lady Blenkensop theils ans Antheil an ihremVerwandten, theils aus Sucht, Heirathen zu stiften, nicht an-gestanden hatte, ihr zu machen; er hatte also nur eine leichteArbeit. Bucklaw, von seiner Verschwendung geheilt, war gradeein Gemahl, wie sie ihn für ihre Schäferin von Lammermoorwünschte, da sein Vermögen ansehnlich und seine Familie hoch-geachtet war, so war Lady Ashton der Meinung, daß dasGlück ihrer Tochter mit einem solchen Gemahl ganz und voll-kommen sein müsse. Es traf sich auch, das Bucklaw unterandern seiner neuen Erwerbungen auch einen gewissen politi-schen Einfluß in der benachbarten Grafschaft, wo die FamilieDouglas von Alters her große Güter hatte, besaß. Es marein Lieblingswunsch von Lady Ashton, daß ihr ältester SohnSholto diese Grafschaft im brittischen Parlament verträte,und fle sah eine Verbindung mit Bucklaw für einen Umstandan, der ihren Wünschen höchst förderlich sein möchte.

Craigengelt, dem es in seiner Weise keineswegs an Scharf-sinn fehlte, hatte kaum bemerkt, woher der Wind von LadyAshtons Wünschen blies, als er geschwind die Segel darnachrichtete.Es würde Bucklaw ein Leichtes sein," sagte er,fürdie Grafschaft zu sitzen, er hätte sich nur zu zeigen, und seineBesuche zu machen. Zwei Geschwisterkinder, sechs entferntereVerwandten, sein Geschäftsführer und sein Kammerdienerwären alle gewichtige Stimmen, und der Girnington'sche Ein-