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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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wie mancher andere Schlaukopf betrog er sich selbst auf diekläglichste Weise.

Unter denen, die geneigt waren, das Verhalten von SirWilliam Ashton, weil er Ravenswovd so lange unter seinemDache dulde, und ihn frei mit Miß Ashton verkehren lasse, auf'sstrengste zu tadeln, befand sich der neue Laird von Girningtonund sein getreuer Knappe und Mundschenk, Personen, die unsvon früher bekannt sind unter dem Namen Hayston von Bucklawund Capitain Craigengelt. Der erste war endlich in den Besitzder Güter seiner langlebcnden Großtante gelangt, und hattedie übrigen, ererbten Reichthümer dazu angewandt, seine väter-lichen Ländereien zurückznkaufen (nach deren Namen er sichimmer noch vorzugsweise nannte), ungeachtet der CapitainCraigengelt ihm als vorthcilhaftcr vorgeschlagen hatte, dasGeld für das Law'sche System anzulegen, das damals Modewurde, und seine Dienste Angeboten hatte, zu diesem Zweckeine eigene Reise nach Paris zu machen. Aber Bucklaw hatteim Unglück Weisheit gelernt, und wollte auf keinen Vorschlageingchen, der seiner neugewonnenen Unabhängigkeit im Gering-sten bedrohlich werden könne. Wer einmal zu Wolfscrag Erbsen-brod gegessen, sauren Wein getrunken und in dem Geheimzimmergeschlafen habe, würde, sagte er, für sein übriges Leben einenguten Tisch und ein weiches Bett loben, und sich sorgfältighüten, nie mehr einer solchen Gastfreundschaft zu bedürfen.

Sonach fand sich Craigengelt in seiner ersten Hoffnung, vondem Laird von Bucklaw Vortheil zu ziehen, betrogen. Dennochfuhr er aber fort, von dem Glücke seines Freundes Manchesmitzugenießcn. Bucklaw, der bei der Auswahl seiner Gesellschaftnie im Geringsten bedenklich gewesen war, fühlte sich behaglichund unterhalten im Umgang mit einem Kerl, mit dem undüber den er lachen konnte, der einen Appetit hatte, um, wie